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Die tief hängenden Wolken erschweren den Einsatz am Höllental-Klettersteig.

Schwierige Wetterbedingungen

Mann ignoriert Warnung und besteigt Zugspitze - dann schlägt ein Blitz ein

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Schon beim ersten Notruf riet ihm die Bergwacht Grainau vom weiteren Aufstieg auf die Zugspitze ab: Doch ein 23-jähriger Mann wollte nicht hören und stieg weiter. Dann schlug ein Blitz neben ihm ein.

Grainau– Die Wetterbedingungen – schwierig. Insbesondere die Prognose, dass Gewitter aufziehen sollten, lud wahrlich nicht zu einer Bergtour ein. Davon ließ sich ein 23-jähriger Unterfranke am Montag allerdings nicht beirren. Er versuchte trotzdem, übers Höllental auf die Zugspitze zu gelangen – und löste einen Großeinsatz der Bergwacht aus.

Bei schlechter Sicht verlor der Kleinlangenheimer (Landkreis Kitzingen) bereits gegen Mittag die Orientierung auf dem Höllentalferner. Um 13.17 Uhr setzte er seinen ersten Notruf ab. Per Telefon gelang es dem Einsatzleiter der Bergwachtbereitschaft Grainau, ihn wieder auf den richtigen Weg zu lotsen. „Allerdings habe ich ihm aufgrund der für nachmittags vorhergesagten Wetterverschlechterung mit Gewittern von einem weiteren Aufstieg durch den oberen Klettersteig zwischen Höllentalferner und Zugspitz-Gipfel abgeraten“, sagt Christoph Vogg. Stattdessen empfahl er ihm dringend, zurück zur Höllentalhütte zu gehen und durch die Klamm abzusteigen. Leider vergeblich.

Zugspitze: Uneinsichtiger Mann muss zum zweiten Mal Notruf absetzen - und bringt Bergwacht in Gefahr

Den jungen Mann zog es weiter auf Deutschlands höchsten Berg – gut eine Stunde später rief er erneut um Hilfe. Mittlerweile war er in das angekündigte Gewitter geraten und hatte einen elektrischen Schlag über das Stahlseil durch einen nahen Blitzeinschlag erlitten. Bei seinem zweiten Notruf klagte er über Herzrasen und hatte panische Angst. 

Daraufhin machten sich – zum Eigenschutz erst nach Abklärung der weiteren Wetterlage – sieben Einsatzkräfte und ein Bergwacht-Notarzt der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen mit der Seilbahn Zugspitze auf den Weg zum Gipfel. Aufgrund der Rückmeldung, dass das Wetter etwas besser geworden war, forderte Vogg parallel einen Hubschrauber an. Etwa 20 Minuten später startete der ADAC-Hubschrauber Christoph Murnau mit einem Bergretter ins Höllental. Der erste Anflug musste jedoch wegen unsicherer Sichtverhältnisse abgebrochen werden.

Aufregung auf der Zugspitze: Nach mehreren Anläufen kann Hubschrauber Bergsteiger endlich retten

Mittlerweile waren drei Retter zu dem Patienten abgestiegen und kümmerten sich um die Erstversorgung. Nach einem erneuten Wettercheck wagte der Pilot einen zweiten Anflug. Diesmal gelang es, den Bergwachtmann mit der Winde an der Einsatzstelle abzusetzen und mit dem Patienten im Rettungsdreieck gesichert wieder aufzunehmen. Der Hubschrauber brachte den Unterfranken zur medizinischen Abklärung in die Unfallklinik Murnau. Die anderen Retter stiegen wieder zum Gipfel auf und fuhren mit der Seilbahn ins Tal. Insgesamt waren bei diesem Einsatz zehn Retter aus Grainau, ein Bergwacht-Notarzt und das Team des Hubschraubers vier Stunden lang gefordert. 

Lesen Sie auch: Ein 49 Jahre alter Mann aus München ist bei einem Canyoning-Unfall in der Finzbachklamm bei Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gestorben.

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