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Schneeberge auf dem Platt: Der Neuschnee des vergangenen Wochenendes hat die Bedingungen auf dem Gletscher nochmals deutlich verbessert. 

Saison wird eröffnet

Zugspitze lockt mit Winterwunderland

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Dem Skivergnügen auf Deutschland höchstem Berg steht nichts im Weg: Morgen öffnen die Lifte für Wintersportler. Die dürfen sich auf 1,70 Meter Schnee am Platt freuen.

Garmisch-Partenkirchen – Schnee überrascht die Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn oben am Platt nicht mehr. Wie sollte er auch. „Schnee ist deren Alltagsgeschäft“, sagt Verena Lothes, Sprecherin des Bergbahnunternehmens. „Der wirft die Jungs der Pistenraupengarage nicht aus der Bahn.“ Rund 20 Mann sind in den vergangenen Wochen im Einsatz gewesen, um das Skigebiet auf Deutschlands höchstem Berg für die Brettlfans herzurichten. Um am Freitag die Saison zu eröffnen. Und sie haben ganze Arbeit geleistet. „Es herrschen Verhältnisse wie im Hochwinter“, betont Lothes. „Traumhaft, ein echtes Winterwunderland da oben.“

Mitverantwortlich dafür war der viele Neuschnee, der über das vergangene Wochenende die Zugspitze noch einmal sauber eingestaubt hat. „Da kamen 1,50 Meter hinzu“, nennt Lothes eine Zahl. Da mussten die BZB-Arbeiter erst einmal die Raupen des Morgens wieder ausgraben. Dafür allerdings steht dem Auftakt am Berg nichts im Wege. 1,70 Meter beträgt die Schneedecke derzeit am Platt. Ein Meter war es vor dem schneereichen Wochenende gewesen. Auch das hätte bereits für den Skispaß gereicht. „Wir hätten ohne Probleme aufmachen können“, bestätigt Lothes. „Der Neuschnee war aber noch einmal ein i-Tüpfelchen.“

Gute Erfahrungen mit Snow-Farming

Dass es grundsätzlich kein Problem war, den Eröffnungs-Termin am 17. November einzuhalten, liegt am Snowfarming, dem Anlegen von Schnee-Depots. Das wird vielerorts selbst im Tal schon praktiziert, beispielsweise in nordischen Trainingszentrum Seefeld für die Langlaufloipen. Lothes: „Wir haben das im vergangenen Jahr schon gemacht.“ Eine Methode, die funktioniert. An den schattigeren Orten am Rande des Gletschers (Wetterwandeck, Sonnenkar) schieben die Pisten-Arbeiter gegen Ende der Skisaison im Frühjahr die Reste mit den Raupen zusammen. „Das Ganze wird nicht mal abgedeckt.“ Und hält sich erstaunlich gut über den Sommer, der freilich nicht so warme Temperaturen mit sich bringt wie auf 700 Metern im Tal. „Zwei Drittel“, schätzt die BZB-Sprecherin, bleiben am Ende von dem Frühjahrsschnee übrig.

Damit kann die Grundpräparierung sehr schnell wieder starten. Los gehen die Vorbereitungen bereits Mitte September nach den Sommerferien. Denn es ist viel zu tun am Berg. Die Liftanlagen müssen erst einmal wieder installiert und auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dann meldet sich der TÜV zum Besuch an. In den ersten Oktoberwochen wird schließlich der erste Schnee verteilt. Neues Weiß von oben hilft da natürlich auch. „Was auf der anderen Seite des Bergs auf der Baustelle der Seilbahn für Stirnrunzeln sorgt, freut die Jungs auf der anderen Seite“, betont Lothes und lacht.

Vorerst geht‘s noch mit der Zahnradbahn auf den Berg

Der Feinschliff stand dann in den vergangenen Tagen an. Eine Bergungsübung hielten die Mitarbeiter der BZB am Sonnenkarlift noch ab. Damit alle bereit sind für den Start – und einen möglichen Rettungsfall. Das grüne Licht geben am Ende Experten der Lawinen-Warnzentrale. „Jedes Jahr erfolgt ein Treffen mit allen Beteiligten oben am Berg.“ Fachleute der Zugspitzbahn, vom Schneefernerhaus und der Lawinenkommission überprüfen noch einmal den Aufbau der Schneeauflage, bevor Skifahrer endgültig auf die Pisten dürfen.

Bis 21. Dezember – der Eröffnungstermin der Seilbahn Zugspitze – müssen sich die Skifahrer noch auf die Zahnradbahn verlassen. Diese verkehrt dafür im Halbstunden-Takt ab dem Bahnhof Eibsee, stündlich ab Garmisch-Partenkirchen und Grainau.

Lothes rechnet durchaus mit einem Ansturm an den ersten Tagen. Speziell am Wochenende, für das am Sonntag allerdings bereits neue Schneefälle vorhergesagt sind. „Die Resonanz ist normalerweise recht hoch.“ Zahlreiche Anfragen seien bei der Verwaltung bereits eingegangen. „Da stehen offenbar einige in den Startlöchern.“ Auch die heimischen Skiclubs.

Ein großes Opening wie in anderen namhaften Skigebieten gibt es auf der Zugspitze nicht. „Unser Marketing-Budget ist nicht so aufgestellt wie bei manchen Gebieten in Tirol, die dann Robbie Williams holen“, stellt klar Lothes klar. „Bei uns steht das Angebot für sich.“ Und das ist in diesem Jahr üppig: Vier von fünf Liften sind ab Freitag offen, neun von zwölf Pisten befahrbar. „Deutlich mehr als im Vorjahr.“

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