Auf der Zugspitze sind am Wochenende rund 30 Zentimeter Neuschnee gefallen.
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Auf der Zugspitze sind am Wochenende rund 30 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Wintersport zu welchen Bedingungen?

30 Zentimeter Neuschnee auf der Zugspitze: Start in Ski-Saison steht - doch Dämpfer für alle Ungeimpften

  • Katharina Haase
    VonKatharina Haase
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Auf der Zugspitze hat es rund 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Mancher Sommer-Urlauber war überrascht. Andere hoffen nach coronabedingter Pause auf eine gute Ski-Saison.

Garmisch-Partenkirchen - Der Sommer 2021 war, was die Temperaturen und Sonnenstunden angeht, für viele Menschen in Deutschland wohl eher ein Reinfall. Wer sich zum Urlaub nicht grade in wärmere Länder flüchtete, musste sich auf viel Regen einstellen, nur wenige Tage rissen die 30-Grad-Marke.

Auf der Zugspitze, mit 2962 Metern der höchste Berg Deutschlands, ist man kühle Temperaturen gewohnt. Dort gibt es sogar eine ganzjährig geöffnete und immer befahrbare Rodelbahn. Dennoch ist auch dort Neuschnee im August etwas Besonderes. Und genau dieser ist nun gefallen. Wie der Facebook-Seite der Zugspitzbahn zu entnehmen ist, sind dort zu Beginn der Woche satte 30 Zentimeter Neuschnee gefallen - und versetzen so manchen Wintersportler in freudiger Erwartung.

Neuschnee auf der Zugspitze: Start der Ski-Saison im November - Betreiber in freudiger Erwartung

Wie die Zugspitzbahn-Betreiber ankündigen, startet die Ski-Saison auf Deutschlands höchstem Gipfel im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen am 19. November. Tatsächlich fiel in der Nacht zum Montag, 30. August, soviel Schnee, dass einiges geräumt werden musste. „Bei den Bildern können wir‘s kaum abwarten!“, heißt es von Seite der Zugspitzbahn-Betreiber. Das ist vor allem dann verständlich, wenn man bedenkt, dass die komplette Ski-Saison von Herbst 2020 bis zum Frühjahr 2021 coronabedingt ausfallen musste. Auch die Vorjahres-Saison war wegen der Pandemie bereits einige Wochen früher abgebrochen worden. Nun scharren nicht nur die begeisterten Ski- und Snowboard-Fahrer mit den Hufen, sondern natürlich auch Lift-Betreiber, Hütten-Wirte und Hoteliers, die auf ausgebuchte Zimmer und volle Pisten im kommenden Winter hoffen.

Nach langer Corona-Pause: Im November wieder Skifahren auf der Zugspitze - doch auch für Ungeimpfte?

Fraglich ist jedoch immer noch, wer alles in den Genuss des Schlitterspaßes kommen wird. So fragt ein Wintersport-Fan unter dem Ankündigungs-Post zur Ski-Saison: „Unter welchen Bedingungen? 2G oder 3G?“. Doch darauf können die Betreiber derzeit noch keine klare Antwort geben. So heißt es in der Antwort der Zugspitzbahn: „Das können wir im Moment leider noch nicht sagen, da nicht klar ist, welche gesetzlichen Auflagen bis dahin gelten werden.“ Man werde jedoch mit den örtlichen Gesundheitsbehörden ein detailliertes Hygienekonzept erarbeiten.

2G oder 3G im Wintersport: Betreiber der Zugspitzbahn diplomatisch - doch die Tendenz ist klar

Die Frage, ob auch ungeimpfte aber dafür getestete Personen, vollumfänglich Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens haben sollten, hatte in den vergangenen Wochen immer wieder für scharfe Diskussionen gesorgt. Letztlich, so der Entschluss der bayerischen Staatsregierung, sei es erst einmal jedem Betrieb selbst überlassen, ob er die 2G- oder die 3G-Regel anwenden wolle. Jedoch steht die Überlegung im Raum, ab einem bestimmten Warnwert von hoher Inzidenz oder Krankenhaus-Belegung, alle Betriebe zur 2G-Regel zu verpflichten, wie es schon in Hamburg der Fall ist. Denn Statistiken zeigen, dass die Inzidenz in Bayern - teilt man sie in Gruppen geimpfter und ungeimpfter Personen auf - bei den Ungeimpften um nahezu ein 12-Faches höher liegt.

Ob deshalb auch ungeimpfte Personen in den Genuss des Ski-Fahrens kommen, hängt demnach wohl von der Entwicklung des Pandemie-Geschehens bis zum Saison-Start ab. Bis dahin kann zumindest jeder, der mag, auf die Zugspitze fahren oder wandern und sich vor Ort an der schneeweißen Pracht erfreuen. kah

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