Auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze stürzte ein Kletterer aus dem Raum Landsberg in den Tod.
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Auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze stürzte ein Kletterer aus dem Raum Landsberg in den Tod.

Zwei Hubschrauber im Einsatz

Bergdrama an Zugspitze: Mann stürzt vor Augen von Paar in den Tod - Leiche kann nicht direkt geborgen werden

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Ein Ehepaar beobachtete am Samstagnachmittag einen Mann vom Klettersteig zur Zugspitze abstürzen. Er konnte erst am nächsten Tag tot geborgen werden.

Update Sonntag, 12. September, 17.55 Uhr: Noch knapp 300 Höhenmeter fehlten dem 61-Jährigen bis zum Gipfel der Zugspitze. Doch dort kam er nie an. Auf etwa 2700 Metern Höhe verlor der Mann aus Penzing am Samstag im Klettersteig über dem Höllental den Halt und stürzte ab. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Ein Paar aus Köln beobachtete das Unglück und verständigte sofort die Rettungsleitstelle.

Keine Übernachtungsmöglichkeit am Gipfel: „Vielleicht war’s aber so geplant“

Es war bereits 17 Uhr, als das Unglück passierte. Doch das bewertet Toni Vogg nicht. Natürlich hätte der Mann die letzte Talfahrt mit der Seilbahn nicht mehr erwischt, auch hat das Münchner Haus wegen Bauarbeiten geschlossen, eine offizielle Übernachtungsmöglichkeit gibt es auf dem Gipfel also nicht. „Vielleicht war’s aber so geplant“, betont der stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau. Zumindest hatte der 61-Jährige einen Schlafsack dabei.

Leiche kann erst am nächsten Tag ins Tal geflogen werden: „Frage der Sicherheit“

Über das Höllental wollte der Mann die Zugspitze besteigen. Nach dem Notruf machte sich der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Murnau auf den Weg, um den Abgestürzten aus dem Landkreis Landsberg zu suchen. Doch die Angaben der Augenzeugen waren ungenau. Offenbar sprachen die zwei gebrochen Deutsch und taten sich schwer, die Stelle zu beschreiben. Zusätzlich war der Polizeihubschrauber Edelweiß 3 verständigt worden. Er entdeckte gegen 19.35 Uhr einen leblosen Körper im Klettersteig. Ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe sowie ein Retter der Bergwacht wurden zur Auffindestelle gebracht. Sie konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen – und mussten ihn für die Nacht am Berg lassen.

Denn gegen 20 Uhr entschied die Polizei: Sie kann den Mann nicht mehr bergen. „Eine Frage der Sicherheit“, betont Vogg. Wolken hingen am Berg, die Sicht war schlecht, es wurde dunkel. Am Sonntag, kurz nach 8 Uhr flog die Mannschaft den Verunglückten ins Tal. Die Unfallursache ermittelt nun die Polizei. Insgesamt waren fünf Bergführer der Alpinen Einsatzgruppe und acht Kräfte der Bergwacht Grainau im Einsatz.

Ursprüngliche Meldung: Grainau - Auf dem Weg zur Zugspitze ereignete sich am Samstag (11. September) ein tödlicher Bergunfall. Ein 61-Jähriger aus Penzing (Kreis Landsberg) stieg laut Polizei Garmisch-Partenkirchen über das Höllental zur Zugspitze auf. Er befand sich bereits im Klettersteig als er um kurz nach 17 Uhr in einer Höhe von etwa 2700 Metern den Halt verlor und abstürzte. Beobachtet wurde dies von einem Paar aus Köln, welches sofort die Rettungsleitstelle verständigte.

Tödlicher Absturz an Zugspitze-Klettersteig: Rettungshubschrauber und Bergwacht im Einsatz

Ein Rettungshubschrauber machte sich auf den Weg, um den Abgestürzten zu suchen. Er konnte jedoch zunächst aufgrund der ungenauen Ortsangabe nicht aufgefunden werden. Der ebenfalls verständigte Polizeihubschrauber konnte dann gegen 19.35 Uhr eine leblose Person im Klettersteig auffinden.

Sturz vom Höllental-Klettersteig: Polizei ermittelt zur Unfallursache

Ein Polizeibergführer und ein Bergretter der Bergwachtbereitschaft Grainau wurden zur Auffindestelle gebracht und konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die genaue Unfallursache wird durch den Polizeibergführer ermittelt. Insgesamt waren fünf Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe und acht Einsatzkräfte der Bergwachtbereitschaft Grainau am Einsatz beteiligt.

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