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Einen Inkubator des Klinikums Garmisch-Partenkirchen lassen sich (v.l.) Hannah, Franziska und Lisa erklären.

Mehr Besucher als bisher

Berufsorientierung statt Unterricht: Zukunftsmesse kommt gut bei den Schülern an

Schnuppern, fragen, orientieren: Über 80 Aussteller haben sich im Kongresszentrum in Garmisch-Partenkirchen präsentiert und gezeigt, welche Ausbildungsmöglichkeiten sie bieten. Zahlreiche Schüler nutzten die Chance, sich zu informieren.

Garmisch-Partenkirchen –„Wo findet der Workshop statt?“, „Können Sie mir sagen, wo ich die Pflegeberufe finde?“ Die Zukunftsmesse im Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus war heuer noch besser besucht als in den Vorjahren. „Über 1100 Anmeldungen lagen vor“, erklärt Markus Schneider, Schulleiter in Oberau und seit zehn Jahren im Orga-Team. Am Infostand im Foyer hatten er und seine Mitstreiter gut zu tun, denn außer dem Festsaal Werdenfels waren Konferenzräume, U1 und Olympiasaal einbezogen. „Die Landkreis-Schulen waren auf Vor- und Nachmittag aufgeteilt“, sagt Sabine Henche von der Zugspitz Region.

Auch für die Zehntklässlerinnen Lisa, Franziska und Hannah (Staatliche Wirtschaftsschule) gab es am Donnerstag statt Unterricht Berufsorientierung. Im Olympiasaal, dem Thema Gesundheit vorbehalten, bestaunten die Mädchen den Inkubator mit dem winzigen Dummy-Baby. „Ich habe mich bereits am Klinikum für einen Pflegeberuf beworben“, verriet Lisa. Franziska und Hannah sind noch beim Orientieren. Hespon aus Eritrea und Robert aus Rumänien ließen sich derweil in OP-Kleidung am Stand der Unfallklinik Murnau bestaunen und von Azubi Steffi Schwinghammer die Ausbildung erklären.

„Unsere Schüler sind alle begeistert, wie offen und auskunftsbereit sie an den unterschiedlichen Ständen empfangen werden, bei einigen sich sogar ausprobieren dürfen“, fasst Lehrerin Katja Dietzel die ersten Rückmeldungen zusammen. „Viele Jahre mussten wir für die Zukunftsmesse werben. Jetzt kommen die unterschiedlichen Branchen auf uns zu. 80 Aussteller sind dabei, weitere konnten wir nicht berücksichtigen“, sagt Henche.

Erstmals mit einem Stand präsentierte sich auch die Firma Zarges (Metallverarbeitung) aus Weilheim. Sie hatte Rohlinge mitgebracht, aus denen Interessierte an einer von Azubis gebauten Maschine eine Spar-Box fertigen konnten. „In den Schulen müsste man sich viel mehr auf praktische Berufe orientieren“, ist die Meinung von Ausbildungsleiter Thomas Hark. Das Richtige zu finden, ist auf jeden Fall nicht einfach.

Schnuppern, fragen, orientieren: Die besten Bilder der Zukunftsmesse 2018

Leonie, Lara und Lilly aus der 10. Klasse der Bürgermeister-Schütte-Schule haben gewisse Berufsvorstellungen und nutzten die Gelegenheit, ein geeignetes Praktikum zu finden. Danach erkundigten sich auch Selin und Shanti (Realschule Murnau) am Stand des Münchner Merkur. Draußen wurden die Technikfreaks Tobias und Christian (Zugspitzrealschule) von Clemens Soltan, Stabsunteroffizier des Sanitätsdienstes eingeladen, im ‚Husky‘, den die Bundeswehr auf dem Richard-Strauss-Platz aufgestellt hatte, Platz zu nehmen. Neue Eindrücke sammeln, Fragen stellen, vieles mitzunehmen für eine spätere Berufsmöglichkeit oder fürs Weiterlernen – dazu diente der Zukunftstag. „Hier habe ich tolle Möglichkeiten, mich nochmal neu zu orientieren“, meint Lisa, die in ihrem FSJ unzufrieden ist, begeistert. Im Gastronomie- und Optiker-Bereich hat sie sich bereits umgesehen, auch Veranstaltungstechnik oder ein Duales Studium stehen auf ihrer Liste.


Margot Schäfer

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