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Der neue Vorstand: (v. l.) Hans Schaffer, Mechthild Morhart, Ulrike Bittner-Wolf und Robert Fischer.

Neue Zeitrechnung

Wieder eine Frau an der SPD-Spitze

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Garmisch-Partenkirchen - Ulrike Bittner-Wolf ist neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Garmisch-Partenkichen. Sie löst Daniela Ostler ab, die nicht mehr kandidierte. 

Neue Zeitrechnung bei der SPD, der Partei, die in Garmisch-Partenkirchen mit Dr. Sigrid Meierhofer die Bürgermeisterin stellt: Im Rahmen der Jahresversammlung wählten die Mitglieder des Ortsvereins Ulrike Bittner-Wolf zur Vorsitzenden. Sie löst Daniela Ostler ab, die die Sozis sechs Jahre lang geführt hatte. Die Rechtsanwältin und dreifache Mutter trat aus „persönlichen Gründen“ nicht mehr an. „Zuletzt ist mir das alles ein bisschen zu viel geworden.“ Hans Schaffer, der zusammen mit Mechthild Morhart den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden besetzt, lobte Ostler für ihr Engagement. „Du hast uns in einer schwierigen Situation geholfen.“

Die Nachfolgerin ist die nächste starke Frau, die in der SPD die Richtung bestimmt. Und sie kennt sich aus in der Kommunalpolitik. Bittner-Wolf (63), die aus Peißenberg stammt, ihr Abitur am Werdenfels-Gymnasium ablegte, Soziologie und Jura in Niedersachsen studierte, gehörte zehn Jahre lang dem Stadtrat von Hannover an. Seit 2013 lebt sie wieder in Garmisch-Partenkirchen. „Ich will vor allem den Dialog mit den Bürgern suchen“, sagte sie in ihrer Antrittsrede, „und ich möchte mich kritisch einmischen.“

Das hat Alois Schwarzmüller viele Jahre lang getan – und er tut es noch. Der ehemalige Gymnasiallehrer, der 1996 gegen Toni Neidlinger (CSU) den Einzug ins Garmisch-Partenkirchner Rathaus nur um rund 160 Stimmen verpasst hatte, gilt als der „elder statesman“ des Ortvereins. Um den hat er sich in 45 Jahren, in denen er der SPD angehört, etliche Verdienste erworben. Ein großes aus Sicht der Sozialdemokraten: Schwarzmüller hat dafür gesorgt, dass Meierhofer in den 1990er Jahren in die SPD eintrat. Und die Bürgermeisterin zählt ihn zu ihren engen Beratern. Sein Wort hat Gewicht. Als Meierhofer noch Fraktionschefin der SPD im Gemeinderat war, hatte sie sich ihre Haushaltsreden von Schwarzmüller absegnen lassen. „Ich musste nie etwas daran ändern, vielleicht mal ein Komma“, meinte der 73-Jährige und lächelte verschmitzt. Mit Zahlen kennt er sich anscheinend aus. Dieses Talent wollen sich die Mitglieder sichern. Sie wählten Schwarzmüller als Revisor wieder.

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