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Weitere Interimsnutzung des Geländes für Schule denkbar

Vollsortimenter auf PX-Gelände bleibt Ziel: V-Markt-Chef trifft Bürgermeisterin

Die Kaes GmbH hält - wenig überraschend - an ihren Plänen für das ehemalige PX-Gelände in Garmisch-Partenkirchen fest. Nun hat die V-Markt-Gruppe für das Projekt eine Internetseite aufgebaut. 

Horst Hermann ist Geschäftsführer der Kaes GmbH. 

Garmisch-Partenkirchen – Horst Hermann hat’s aus der Zeitung erfahren. Oder besser gesagt über das Internet, in dem der Tagblatt-Artikel über das PX-Gelände in Garmisch-Partenkirchen auch zu finden war. Der Markt stößt ein neuerliches Bebauungsplan-Verfahren für das 5500 Quadratmeter große Areal an, auf dem derzeit noch die Schülerinnen von St. Irmengard in ihren Container untergebracht sind. Der Geschäftsführer der Georg Jos. Kaes GmbH aus dem Allgäu, die die V-Märkte betreibt, hat es zur Kenntnis genommen.

In Hermanns Augen ist es Zeit, mit der neuen Rathausspitze ins Gespräch zu kommen. Denn: Der Gesellschaft gehört das Gelände an der Bahnhofstraße. Einen Termin hat er schnell erhalten. Ende nächster Woche treffen sich die beiden Parteien. „Danach kann ich vielleicht auch mehr zum Thema sagen“, stellt Hermann klar. Eines untermauerte er nochmals deutlich: Mit einer weiteren Nutzung der Fläche als Interimsschule – dann für die Mädchen und Burschen der Zugspitz-Realschule – könnte er sich anfreunden. „Wenn wir schon keine Baugenehmigung bekommen.“

V-Markt-Gruppe führt auf Internetseite Argumente für Projekt in Garmisch-Partenkirchen auf

Eigentlich will die Kaes GmbH auf dem Gelände einen Verbrauchermarkt bauen. Einen Vollsortimenter wie es die V-Märkte in Schongau oder Füssen sind. „Andere Städte würden sich die Finger danach abschlecken“, sagt Hermann einmal mehr. Offenbar nicht so die Entscheidungsträger in Garmisch-Partenkirchen. Die Geschichte zieht sich seit Jahren. Mittlerweile hat die V-Markt-Gruppe eine eigene Internetseite für das Projekt in Garmisch-Partenkirchen aufgebaut. Das Motto: #GAPsagtJA. Auf dieser Seite präsentiert die Gesellschaft mögliche Pläne für das Areal gegenüber des Werdenfels-Gymnasiums, versucht, aufzuklären. „Wir haben dort Argumente und verschiedene Möglichkeiten aufgeführt“, sagt Hermann. Sogar eine Lösung mit Wohnbebauung über dem eigentlichen Verbrauchermarkt sei denkbar. „Das ist eine Variante“, räumt der Geschäftsführer ein.

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Eine Alternative, die speziell den Freien Wählern in der Marktgemeinde gut gefällt. Die Idee beanspruchen sie im Grunde sogar ein wenig für sich selbst. „Wir haben erste Vorgespräche mit dem Geschäftsführer der V-Marktgruppe geführt und ihm ein Konzept für die Schaffung von bezahlbarem Miet-Wohnraum in den oberen Etagen des V-Markts präsentiert“, heißt es in einer Pressemitteilung, die Ortschefin Lilian Edenhofer versendete. Wie auch immer.

Freie Wähler fordern Umdenken in Garmisch-Partenkirchen

Markus Portele, der auf der Liste der Freien für den Gemeinderat kandidiert hatte, den Einzug aber verpasste, hat sich intensiv in das Thema eingearbeitet. Er sieht in dem neuen Ansatz den Königsweg. „Bezahlbare Wohnungen fehlen uns in Garmisch-Partenkirchen doch am meisten“, betont er. Die Freien hatten Hermann zu einem Treffen in die Marktgemeinde eingeladen. Bei diesem Termin versicherte Hermann auch, dass es ihm nicht um neuerliche Eigentumswohnung gehe. „Das wird nicht wie beim Lidl an der Olympiastraße. Die Gesellschaft bewirtschaftet ihre Gebäude selbst.“ Die Freien Wähler fordern daher ein Umdenken in Garmisch-Partenkirchen. „Der Ort muss sich bewegen“, sagt Portele. „Ich denke, viele in der Bevölkerung sehen das auch schon so. Wenn wir 30 bis 50 Wohnungen bekommen würden –was wollen wir denn mehr.“

Noch immer steht auch das Angebot der Kaes GmbH, als Zwischenlösung eine Tankstelle samt Reifenservicestation und Getränkemarkt zu errichten. „Aber die gefällt der Gemeinde offenbar nicht“, sagt Hermann selbst. Nun ist er gespannt auf das Gespräch mit Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). Die hatte zuletzt im Bauausschuss klare Wort gefunden, die Tankstellen-Version vehement abgelehnt. So erfährt Hermann zumindest nicht über die Zeitung, was Sache ist.

Das Online-Projekt

der Kaes-GmbH ist einzusehen unter www.v-markt.de/GAPsagtja

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