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„Plötzlich ist er umgekippt“: Augenzeuge beschreibt Moment des Zugunglücks – Bürgermeisterin: „Es ist grauenvoll“

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Von: Hannes Niemeyer

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Tragödie in Oberbayern: Nahe Garmisch-Partenkirchen ist der Teil eines Zuges entgleist, es gibt Tote und Verletzte. Ein Augenzeuge schildert den Moment.

Update vom 03. Juli, 19.16 Uhr: Die Bestürzung ist auch in der Politik bei den Personen, die kurz nach dem Unfall am Unglücksort eintrafen, groß. Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, zeigte sich geschockt. „Es ist grauenvoll.“ Auch der Landrat des gleichnamigen Landkreises, Anton Speer, rang mit den Worten. „Der Schock sitzt noch tief.“ Er lobte die Retter, die innerhalb von 45 Minuten die Menschen aus dem Zug geholt hätten. Auch 15 Bundeswehrsoldaten halfen mit, die zufällig im Zug saßen.

Update vom 03. Juni, 15.24 Uhr: Laut dem Garmisch Partenkirchener Tagblatt sind mittlerweile alle Verletzten und Unverletzten aus dem Zug geborgen. Laut Polizei sei aber zu befürchten, dass es weitere Tote gibt. Ein älterer Mann, der unverletzt blieb, schildert seine Eindrücke vom Unglück: „Es hat plötzlich stark gerumpelt und dann hat es schon gestaubt“, sagte er dem Tagblatt. Alles sei sehr schnell gegangen. Kräfte der Bundeswehr hatten die Fenster eingeschlagen und ihn und andere Fahrgäste aus dem Abteil ins Freie gezogen.

Die Arbeiten laufen weiter. Unter schwersten Bedingungen. Das Gelände ist extrem unwegsam, zum Teil müssen die Kräfte der Feuerwehr Bäume umschneiden und Leitplanken entfernen, sich erst über steile, zugewachsene Hänge zu den Waggons vorarbeiten. „Das ist brutal“, sagt einer der Feuerwehrmänner. Nicht nur körperlich, auch mental. Laut Harald Bauer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sind viele Schüler betroffen. „Das ist sehr belastend für die Einsatzkräfte.“ Als „furchtbar, völlig dramatisch“ beschreibt Bauer die Situation.

Erstmeldung: Garmisch-Partenkirchen – Schreckliche Nachrichten aus Oberbayern. Nahe Garmisch-Partenkirchen ist am Freitagmittag ein Zug entgleist. Ersten Informationen zufolge kiptte ein hinterer Teil der Regionalbahn um und landete auf dem Dach. Die traurigen Fakten, die die Polizei kurze Zeit später bestätigte: Mindestens vier Personen kamen bei der Zug-Tragödie ums Leben. 30 Verletzte sind zudem bereits bestätigt. Die Rettungsmaßnahmen laufen.

Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Mindestens drei Menschen sind dabei nach Angaben der Behörden getötet worden, zahlreiche wurden verletzt.
Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Mindestens vier Menschen sind dabei nach Angaben der Behörden getötet worden, zahlreiche wurden verletzt. © Garmisch-Partenkirchner Tagblatt | Josef Hornsteiner

Wie der BR bereits berichtete befindet sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf dem Weg zur Unglücksstelle, wird von Würzburg aus eingeflogen und soll sich noch heute zum schrecklichen Vorfall äußern. Das Zugunglück versetzt die gesamte Region in Schockstarre. Im Zug befanden sich laut BR-Informationen viele Kinder und zahlreiche Soldaten. Letztere hätten schnell bei den Rettungsmaßnahmen geholfen und postwendend erste Hilfe für Verletzte geleistet.

Garmisch-Partenkirchen: Zugunglück mit Toten und Verletzten – Augenzeuge: „Es war schrecklich“

Auch Augenzeugen zeigen sich von der Situation vor Ort entsetzt. Ein amerikanischer Soldat befand sich etwa zum Unglückszeitpunkt in einem der Autos auf der Straße, die neben der Bahnstrecke verläuft. Gegenüber dem Garmisch Partenkirchener Tagblatt schilderte er die dramatischen Momente. „Es war einfach schrecklich“, so der Augenzeuge. „Einfach schrecklich, plötzlich ist der Zug umgekippt.“

Kurz nach dem Unglück befanden sich noch etliche Schaulustige am Ort des Geschehens. Die Polizei bat darum, sich vom Unglücksort fernzuhalten und die Rettungswege freizulassen. (han)

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