Migranten hielten Täter fest

Zwei Asylbewerber verhindern Raubüberfall

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Garmisch-Partenkirchen - Zivilcourage haben zwei Asylbewerber in Garmisch-Partenkirchen bewiesen. Sie stellten zwei 18-Jährige, die eine Rentnerin bestohlen hatten. 

Zwei junge Männer, die als Asylbewerber in Garmisch-Partenkirchen wohnen, haben Zivilcourage und Mut bewiesen. Sie schritten am Dienstag beherzt ein, als zwei 18-jährige Deutsche aus Garmisch-Partenkirchen einer Rentnerin auf offener Straße die Handtasche entrissen hatten. Die Migranten hielten die Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest. Diese räumten die Tat bei ihrer Vernehmung durch die Kripo ein. Gegen sie laufen jetzt Ermittlungen wegen Raubes.

Die 63 Jahre alte Rentnerin war am Dienstagmittag zu Fuß unterwegs. Sie wartete gerade an einer Ampel an der Hauptstraße, als ihr ein junger Mann von hinten die Handtasche von der Schulter riss und flüchtete. Die Garmisch-Partenkirchnerin folgte ihm und rief dabei laut um Hilfe. Ein 17-jähriger Asylbewerber aus Eritrea, der zufällig in der Nähe stand, wurde auf den Vorfall aufmerksam und hielt den Flüchtigen fest. „Er war ihm praktisch in die Arme gelaufen“, sagt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Der Täter wollte die Sache ohne die Polizei regeln und gab der Frau die Tasche zurück. Diese bestand aber darauf, die Beamten zu holen. Zwischenzeitlich gesellte sich ein zweiter junger Mann dazu, der in den Raub verstrickt war. Es kam zu einem Wortgefecht und einem Gerangel zwischen beiden Deutschen und dem Eritreer. Als der Räuber erneut flüchtete, übergab der Asylbewerber den Mittäter in die Obhut eines zweiten couragierten Zeugen – 18 Jahre, syrischer Asylbewerber –, nahm die Verfolgung auf und stellte den Flüchtigen erneut.

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

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