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Schwammerl sind wohlschmeckend, mache Sorten allerdings immer noch radioaktiv verstrahlt.

Starke Radioaktivität

Einige Pilzsorten erheblich belastet

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Landkreis - Helmut Rummel misst und misst: vor allem Radioaktivität  nach dem Atomunfall von Tschernobyl vor 30 Jahren. Heuer ist er erneut auf Pilzsorten gestoßen, die weit über die Grenzwerte belastet sind. 

Der Verbraucher muss das wissen. Er erfährt viel zu wenig darüber. Das regt Helmut Rummel auf. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bürger über die Strahlenbelastung von Wildschweinen und Pilzen zu informieren. Denn weder über die Messstellen der Ministerien, noch über jene des Bayerischen Jagdverbandes oder die der Bayerischen Staatsforsten erhalte der Verbraucher die in Rummels Augen so wichtigen Angaben zur radioaktiven Belastung drei Jahrzehnte nach dem Super-GAU im Atomkraftwerk Tschernobyl. Daher misst er, der früher als Strahlenschutzbeauftragter für die Bundeswehr gearbeitet hat, selbst. In zahlreichen Medien, auch in Fernsehbeiträgen, trat der Murnauer mit seinen Ergebnissen bereits auf. Nun hat er wieder etwas gemessen, „was mich selbst überrascht hat“.

Im Oktober untersuchte er in der Region Uffing einen Weißen Rasling – 6474 Becquerel (Bq) pro Kilogramm. Mehrfach hat er den Wert überprüft, weil er ihm gar so hoch erschien. Irrtum ausgeschlossen. Vor wenigen Tagen testete er einen weiteren Pilz der seltenen Sorte, der ebenfalls bei Uffing wuchs – 4216 Becquerel pro Kilogramm. Der Grenzwert der Europäischen Union liegt bei 600 Bq pro Kilo.

Rummel will keine Panik machen, das betont er ausdrücklich. Bei Pilzen einfach eine bestimmte Region zu meiden, reicht nicht aus. „Die Belastung der Waldböden ist so extrem unterschiedlich, dass eine Vorhersage unmöglich ist“, sagt Rummel. Wer effektiv vorsorgen möchte, sollte Rummel zufolge auf einige Sorten verzichten. Dazu zählt er den Weißen Rasling, den Birken-, Semmelstoppel- und den Reifpilz, den Trompetenpfifferling, Rotfußröhrling, Mohrenkopfmichling und den Schleierling. In einem wichtigen Punkt schließt sich der Murnauer nach seinen eigenen Messungen, die er seit vielen Jahren aufzeichnet, der allgemeinen Expertenmeinung an: Steinpilze und Pfifferlinge liegen inzwischen unter dem Grenzwert und können unbesorgt gegessen werden.

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