Abitur im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Mit Angstfach Mathe geht’s los

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Landkreis - 356 Schüler aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen brüten heute über ihren ersten Abitur-Prüfungen.

Mathematik. Ein Angstfach für viele Schüler. Genau damit starten Gymnasiasten in Bayern an diesem Freitag in ihre Abiturprüfungen. An vier Schulen im Landkreis schwitzen sie über den Aufgaben. Eine „spürbare Nervosität“ hat Hubert Hering, Schulleiter am Benediktinergymnasium Ettal, bei seinen 45 Prüflingen bemerkt. Sie sei größer als bei anderen Fächern. Einen Vorteil aber sehen die Schüler offenbar in der Tatsache, dass die Tests mit Mathe beginnen: „Dann haben sie den größten Brocken hinter sich.“

Die Situation möchte Rektor Otmar Würl seinen Schülerinnen erleichtern. Seit Jahren organisiert das Kollegium am Erzbischöflichen Gymnasium St. Irmengard in Garmisch-Partenkirchen am Tag vor den ersten schriftlichen Abiturprüfungen einen Gottesdienst in der Hauskapelle. Der Beistand von oben und die Gemeinschaft helfen, davon ist Würl überzeugt. „Das nimmt Ängste.“ In einer berührenden Atmosphäre werde die Messe gefeiert, auch die eine oder andere Träne fließe. Etwa, als Würl die jungen Frauen auf die Schutzengel hinwies. „Sie haben sich alle versammelt und nehmen Euch jetzt an den Händen.“ So beschützt, stellen sich heute 84 Schülerinnen den Mathe-Fragen.

122 junge Männer und Frauen brüten darüber am Staffelsee-Gymnasium in Murnau. Hinzu kommen zehn externe Prüflinge.

95 Schüler zählt der Abiturjahrgang am Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen. Auch dort fürchten einige die Mathe-Tests besonders, andere wiederum bereitet vor allem das Pflichtfach Deutsch Sorgen. Das halte sich die Waage, sagt Schulleiter Tobias Schürmer. Vor allem aber spürt er eine gewisse positive Anspannung. „Sie sind schon auch froh, dass es losgeht.“ Sie seien „angemessen angespannt. Denn sie wissen, dass das ein großer Schritt ist in ihrem jungen Leben.“

Rubriklistenbild: © Marcus Schlaf

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