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Bleibt als Erstaufnahme-Einrichtung vorerst bestehen: der Abrams-Komplex in Garmisch-Partenkirchen. 

Marktgemeinde hat sich gegen Verlängerung ausgesprochen

Abrams-Komplex bleibt länger Erstaufnahme-Einrichtung

Garmisch-Partenkirchen - Kein Ende am 18. Dezember: Der Asyl-Notfallplan für den Landkreis wurde verlängert. Der Abrams-Komplex bleibt - länger als bisher geplant - als Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge bestehen. 

Diese Nachricht kommt wenig überraschend: Aufgrund der anhaltend hohen Zugänge von Flüchtlingen hat die Regierung von Oberbayern den sogenannten Notfallplan für Asylbewerber im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ein weiteres Mal verlängert. Aus diesem Grund wird der Abrams-Komplex in Garmisch-Partenkirchen um sechs weitere Wochen, also bis zum 31. Januar 2016, für Flüchtlinge genutzt. 

Auch wenn die Marktgemeinde sich aus Gründen einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung sowie einer fehlenden Quotenregelung im Landkreis gegen eine solche Nutzungsverlängerung ausgesprochen hat, sieht der Landkreis derzeit hier keine andere Möglichkeit, den Notfallplan umzusetzen.

Wie Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamtes mittteilt, kann der Landkreis im Gegensatz zu zahlreichen anderen oberbayerischen Landkreisen, in denen bereits Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, mit dem Abrams vorübergehend noch auf eine adäquate Einrichtung für eine größere Anzahl von Flüchtlingen zurückgreifen.

„Die Nutzung des Abrams-Komplexes für Flüchtlinge ist bislang sehr positiv verlaufen. Aufgrund der weiterhin steigenden Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen und den damit verbundenen großen Herausforderungen, bin ich davon überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger Verständnis  für die weitere Verlängerung der Nutzung des Abrams-Komplexes haben“,  sagt  Landrat Anton Speer.

Im Abrams-Komplex sind seit Mitte September bis zu 320 Flüchtlinge untergebracht, derzeit sind es rund 130 registrierte und gesundheitlich überprüfte Flüchtlinge aus neun Nationen. Der größte Anteil der Asylbewerber stammt aus Syrien, Afghanistan und Pakistan. Zusätzlich zum Abrams-Komplex befinden sich rund 890 Flüchtlinge im Landkreis. Nach den letzen Prognosen der Regierung von Oberbayern soll die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bis Jahresende 2015 auf rund 1420 Flüchtlinge ansteigen.

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