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Spricht im Gasthof Rassen: Beatrix von Storch.

Thema des Vortrags: das „Asylchaos und die Folgen“

AfD: Beatrix von Storch kommt nach Garmisch-Partenkirchen

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Garmisch-Partenkirchen - Erst Frauke Petry, jetzt Beatrix von Storch: Die Afd-Politikerin spricht im Gasthof Rassen in Garmisch-Partenkirchen. Und wie bei anderen Veranstaltungen der Partei auch formiert sich auch diesmal eine Gegenbewegung.

Es ist ein Reflex. Kündigt die Alternative für Deutschland (AfD) den Auftritt einer ihrer führenden Köpfe im Landkreis an, formiert sich prompt eine Gegenveranstaltung. So geschehen zwei Mal in den vergangenen Monaten in Garmisch-Partenkirchen – einmal sprach AfD-Co-Chefin Frauke Petry im Rassen, ein anderes Mal fand eine Kundgebung im Garmischer Zentrum mit regionalen AfD-Größen statt – und einmal in Murnau. Als Alice Weidel, Mitglied des AfD-Bundesvorstands, im Kultur- und Tagungszentrum vor rund 100 Zuhören gut bewacht ihre Rede hielt, protestierten im Kurpark etwa 200 Menschen gegen ihre Ansichten und Ideen. Am kommenden Freitag kommt nun Beatrix Storch nach Garmisch-Partenkirchen. Als Ort hat man wieder den Gasthof Rassen gewählt. Dort vertrat auch Petry ihre deutschnationalen Thesen. Von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende und Abgeordnete im EU-Parlament, hat als Thema ihres Vortrags (19 Uhr) – welch Überraschung – das „Asylchaos und die Folgen“ gewählt. Der Lieblingsstoff der Partei, die dem rechten Spektrum angehört.

Die Thesen der AfD und die Besuche der Funktionäre rufen regelmäßig Christine Doering auf den Plan. Die 35-Jährige, die schon die Gegendemo gegen Petry im Juni organisiert hatte, meldete beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen auch gegen von Storch eine Kundgebung an. Motto: Adventsfest für Toleranz und Menschlichkeit. „Wir wollen diesen Termin nutzen, um auf die Werte aufmerksam zu machen, die für uns wichtig und unumgänglich sind“, sagt Doering. Der Behörde teilte sie mit, dass sie am Kirchplatz in Partenkirchen, in Sichtweite des Rassen, in der Zeit zwischen 15 und 22 Uhr rund 100 Teilnehmern erwartet. „Wir haben die Polizei und den Markt Garmisch-Partenkirchen darüber informiert“, sagt Stephan Scharf, Sprecher des Landratsamts. Einen Marsch durch die Straßen rund um das Versammlungsgebäude wird es nicht geben. Genehmigt ist Scharf zufolge der Aufbau von Transparenten, Stellwänden und Infotischen.

Bei der AfD hat man damit gerechnet, dass erneut protestiert wird. „Es scheint inzwischen zu einem Ritual unserer politischen Mitbewerber geworden zu sein, dass sie immer eine AfD-Veranstaltung benötigen, um zu einer Demonstration aufzurufen“, sagt Germut Bielitz. Der Grainauer gehört dem Bundesschiedsgericht der Alternative für Deutschland an und trug sich sogar mit dem Gedanken, im nächsten Jahr für den Bundestag zu kandidieren. Diese Idee hat er inzwischen verworfen. Er sieht sich eher als „Berater“ auf regionaler Ebene. Und er will mithelfen, „das verzerrte Bild unserer Partei zu korrigieren“. 

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