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Klärt über die Logik des Aufbaus auf: Sabrina Blandau. 

Zu unübersichtlich aufgebaut

Gastgeberverzeichnis der Alpenwelt Karwendel in der Kritik

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Oberes Isartal - Unverständnis bei einer Krüner Vermieterin: Sie beklagt sich über die Struktur des Gastgeberverzeichnisses. Auf eine Änderung braucht sie aber nicht spekulieren. 

In jeder Zeile ihres Briefes steckt Wut und Unverständnis. Die Vermieterin aus Krün, die namentlich nicht genannt werden will, steht auf Kriegsfuß mit der Alpenwelt Karwendel. Hauptkritikpunkt ist das „Durcheinander“ im Gastgeberverzeichnis. Die ältere Frau, die selbst zugibt, mit dem Internet nicht vertraut zu sein, ärgert sich über dessen Struktur. Zu unübersichtlich und falsch aufgebaut ist es ihrer Meinung nach. Denn wer speziell an Unterkünften in Krün, Klais oder Gerold interessiert ist, würde sich bei der Suche schwer tun. Und selbst das Inhaltsverzeichnis sei anfangs nur schwer zu finden. Das hat sich mittlerweile geändert.

Mehrfach hat die Vermieterin, die selbst im Gastgeberverzeichnis offeriert, mit Sabrina Blandau deshalb Konflikte ausgetragen. „Am Ende war ich doch immer der Verlierer“, schreibt sie in ihrem Beschwerde-Brief ans Tagblatt. Die Alpenwelt-Geschäftsführerin kennt den Vorwurf. „Das ist immer wieder Thema“, sagt sie, „weil manche Stammgäste und Vermieter immer noch den Ortsgedanken haben.“ Blandau verteidigt aber ihre Schiene. Denn mit dem Verzeichnis sollen vor allem Neukunden angesprochen werden, und für die sei die Alpenwelt Karwendel als Gesamtdestination ausschlaggebend. „Deshalb geht es erst um die Kategorie des Angebots und erst an zweiter Stelle um den Ort.“

Sabrina Blandau hält an Struktur fest

Vor etwa fünf Jahren ist dieses Konzept eingeführt worden, und es habe sich Blandau zufolge bewährt. „Die Resonanz ist positiv“, betont sie. Ein Ergebnis, das sie aus Fragebögen zieht. Darüber hinaus stützt sie sich auf die Entwicklung der Übernachtungs- und Ankunftszahlen. „Sie waren immer rückläufig, jetzt haben sie sich stabilisiert.“

In einem Punkt gibt sie der anonymen Vermieterin aber recht. Die Anzeigen im Gastgeberverzeichnis nehmen ab. Den Grund dafür sieht die Tourismus-Expertin aber nicht in der Unzufriedenheit mit der Sortierung zum Beispiel. „Manche haben einfach ihre Stammgäste und brauchen das Gastgeberverzeichnis nicht“, sagt Blandau. Oder aber sie nutzen das Internet. Für die Geschäftsführerin besteht jedenfalls kein Grund, das Konzept zu ändern.

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