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Diskussionen im Tourismus-Ausschuss

Asiatische Gäste immer wichtiger für Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen - Der Kreisort präsentiert in seiner Halbjahresbilanz einmal mehr gute Gästezahlen – und sieht riesiges Potenzial im asiatischen Markt. Das hat die Bayerische Zugspitzbahn schon längst erkannt.

Touristisches Marketing ist nicht immer nachvollziehbar. Zum Beispiel dann, wenn die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) seit Jahren und sehr erfolgreich um den asiatischen Markt wirbt, Garmisch-Partenkirchen aber nicht. „Wir sind zu lange selbst nicht dort gewesen“, räumte Tourismus-Chef Peter Nagel mit Blick auf Messebesuche ein. Dabei leben, wie er im Tourismus-Ausschuss erklärte, in Ländern wie zum Beispiel Taiwan viele potenzielle Gäste. „Allein in China gibt es 3,5 Millionen Skifahrer, die rüberkommen.“ Und nicht nur das, wie BZB-Marketingleiter Klaus Schanda ergänzte. Die Zeiten, in denen man sich unter asiatischen Besuchern nur gehetzte Reisegruppen vorstellen konnte, die sich ganz Europa in wenigen Tagen anschauen, sind vorbei. Neben Skifahrern gebe es viele Individual- und Firmengäste. „Die komplette Bandbreite ist da.“

Deutschlandweit hat sich die Zahl asiatischer Gäste Schanda zufolge in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. 2015 kamen 2,5 Millionen in die Bundesrepublik. Die Zugspitze ist dabei eines der favorisierten Ziele. Selbst in der vergangenen Woche, als es dort oben oft nur wolkenverhangen war, wurden 1000 Gäste gezählt. Pro Tag, wie Schanda unterstreicht. Seit 15 Jahren legt die BZB einen Fokus auf den asiatischen Markt. „Sehr aktiv und sehr erfolgreich.“ Dass auch der Ort Garmisch-Partenkirchen dort viel öfter viel mehr machen müsste, erklärte Nagel in der Sitzung. Er sprach von einer „Riesenchance“ und trat zugleich auf die Bremse. „Die Frage ist: Wie viel ist verträglich? Wie weit wollen wir die Leute im Ort haben?“ Zell am See habe zum Beispiel ein „asiatisches Problem“.

Schanda hat für solche „touristischen Bedenken“, wie er auf Anfrage sagt, kein Verständnis. Zumal sich der Markt ja immer wieder ändert. Eine Zeit lang kommen viele Russen, oder Araber, oder Asiaten. Auch in Garmisch-Partenkirchen spielt letztere Besuchergruppe bereits eine wichtige Rolle. Der Blick in die Halbjahresstatistik, die Tourismus-Chef Peter Ries vorgestellt hat, zeigt: Schon heuer sind die asiatischen Länder der wichtigste Markt für den Ort, weil er die meisten Übernachtungen bringt. Im ersten Halbjahr waren dies 19 749 Übernachtungen bei insgesamt 3575 Ankünften. Zum Vergleich: Auf fast gleich viele Übernachtungen (19 602) kommen nur doppelt so viele Amerikaner (7350). Auffallend mit Blick auf das Vorjahr ist das Reiseverhalten der Briten. Von ihnen sind heuer nämlich nur noch halb so viele nach Garmisch-Partenkirchen gereist. Unterm Strich war das Fazit von Ries aber dennoch positiv. Kein Wunder: Sowohl bei Ankünften (56 541) gab es mit 7,7 Prozent ein Plus, als auch bei den Übernachtungen (178 000). Letzteres fällt mit 15,9 Prozent sogar richtig dick aus.

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