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Schönes Wetter, volle Terrasse: Solche Tage trugen zum Besucherrekord auf der Zugspitze bei.

Für das schwierige Jahr gewappnet

Bayerische Zugspitzbahn meldet Besucherrekord

Garmisch-Partenkirchen - Einen Besucherrekord meldet die Bayerische Zugspitzbahn für Zugspitze und Wank. 2017 wird ein Jahr, das auf dem Papier weniger erfolgreich werden dürfte. Das aber ebenfalls Grund zur Freude liefern sollte.

Man kann die Zahlen des Vorjahres nicht einfach feiern. Man muss sie mit dem nächsten Jahr verbinden. Und das wird ein schwieriges. Darauf verweist Matthias Stauch sofort. Weil er heute schon weiß: Die Zahlen werden wegen der Großbaustelle Eibsee-Seilbahn zurückgehen. Zugspitz-Besucher-Rekorde wird die Bayerische Zugspitzbahn um ihren Kaufmännischen Vorstand nicht präsentieren. Umso schöner, dass dies im abgelaufenen Geschäftsjahr noch einmal gelungen ist.

So viele Gäste wie nie fuhren zwischen 1. November 2015 und 31. Oktober 2016 auf Deutschlands höchsten Berg: 546 000 registrierte die BZB. Im Vorjahr waren es 486 000. Das entspricht zwölf Prozent Zuwachs.

Deutsche machen vermehrt Urlaub zu Hause

Zwei Gründe nennt Stauch für diese Zahlen: Zum einen profitiere Garmisch-Partenkirchen und die BZB vom allgemeinen Trend, dass Deutsche bevorzugt in Deutschland Urlaub machen. Das zeigen auch die Postleitzahlen, die BZB-Mitarbeiter beim Ticketkauf zum Teil erfassen. Hinzu kommen ausländische Gäste, die in Zeiten politischer Unruhen und Terrorangst die Bundesrepublik ebenfalls als sicheres Reiseziel wählen. Diese Situation beschert der BZB einen weiteren Rekord: Rund 100 000 Gästen besuchten im Geschäftsjahr 2015/16 den Wank – 19 000 oder etwa 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Hier haben laut Stauch die „vielen schönen Wochenenden“ in einem generell eher durchwachsenen Sommer geholfen.

Was die Alpspitzbahn betrifft, bleiben die Zahlen laut BZB-Sprecherin Verena Lothes seit 2011 weitgehend stabil. Damals lagen sie bei 74 000 Gästen. Bemerkenswert: Ein Jahr zuvor noch verzeichnete das Unternehmen lediglich knapp 40 000 sogenannte Erstzutritte – es war das Jahr vor der Aussichtsplattform AlpspiX, die im Juli 2010 eröffnete.

Konkrete Zahlen zu Gewinn und Umsatz erst im Mai 2017

Besucherzahlen sind das eine, Umsatzzahlen das andere. In den vergangenen drei, vier Jahren haben sich diese laut Stauch bei etwa 35 Millionen Euro im Schnitt eingependelt. Der Jahresüberschuss wuchs in den vergangenen Jahren langsam, aber stetig. Konkrete, aktuelle Zahlen zu liefern, hält Stauch für „unseriös“. Doch er gibt zumindest eine Prognose ab: Sein Plan für 2015/16 sah ein Plus von 181 000 Euro vor. „Ich denke, wir werden darüber liegen.“ Im Mai 2017 soll der vollständige Geschäftsbericht vorliegen. Dann befindet sich das Unternehmen schon mittendrin im schwierigen Jahr.

Wank- und Alpspitzbahn werden dann wie gewohnt tausende Gäste auf den Berg bringen. Doch stellt am 3. April die alte Eibsee-Seilbahn ihren Betrieb ein. Am 21. Dezember 2017 soll die neue eröffnen. Es wird ein Festtag. Bis dahin aber bringt nur die Zahnradbahn Besucher auf die Zugspitze, wo am morgigen Freitag die Skisaison startet (siehe unten). Mit dem erfolgreichen Jahr habe sich die BZB für die Herausforderungen 2017 gewappnet, sagt Stauch. „Und wir tun alles, damit wir auch das nächste gut über die Bühne bringen.“

Katharina Bromberger


Skibetrieb auf der Zugspitze startet

Mit den beiden Schneefernerkopfliften sowie der Sesselbahn Sonnenkar startet die Zugspitze am morgigen Freitag in die Wintersaison. Geöffnet sind zunächst die beiden Gletscherabfahrten, die Piste Kleine Sonnenkar und der untere Bereich der Abfahrt Weißes Tal bis zur Talstation der Sesselbahn. Auch der Rodelhang Schneefernerkopf wird morgen in Betrieb genommen. Der Tagesskipass Zugspitze kostet 44,50 Euro für Erwachsene. Kinder bis einschließlich 18 Jahre zahlen im Familientarif, also in Begleitung eines Elternteils, 21 Euro. 

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