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Sie steht fast: Per Kran wird die neue Berglokomotive auf die Schienen gehoben.

Jungfernfahrt am 1. Advent

Neue BZB-Lok ist angekommen

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Garmisch-Partenkirchen - Sie ist da: die neue Berglok der BZB, die in Zukunft Gäste ab Grainau auf die Zugspitze transportiert. Sie kann fast 40 Tonnen Last auf Deutschlands höchsten Berg schieben.

Für Manuel Roschi aus Luzern ist die Last, die er auf seinem Tieflader von München nach Garmisch-Partenkirchen transportiert hat – trotz aller Routine – etwas Besonderes. „Sonst bringe ich zumeist Baumaschinen von A nach B“, sagt der Brummifahrer, Spezialist auf seinem Gebiet. Eine Lok, 32 Tonnen schwer, mehr als 12 Meter lang, 2000 PS stark und etwas mehr als 3,8 Millionen Euro teuer, ist auch für ihn keine alltägliche Last. Die neue Berglokomotive der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) hat er von München – dorthin war sie per Güterzug aus dem schweizerischen Bussnag, wo die Stadler Rail AG ihren Sitz hat, gelangt – zum Zugspitz-Bahnhof kutschiert. Eskortiert von einem Begleitfahrzeug und der Polizei. Einmal musste der Konvoi kurz auf der Autobahn stoppen, um vier schwarze Limousinen, die den stellvertretenden US-Verteidigungsminister Robert Work ins Marshall-Center zur Unterzeichnung des neuen deutsch-amerikanischen Vertrags ins Marshall-Center brachten, passieren zu lassen. „Sonst gab es keine Probleme“, sagt Roschi.

Fast ohne Schwierigkeiten gelang es auch einer neun Mann starken Mannschaft der BZB in Zusammenarbeit mit einem Kran die Berglok, die wohl ab dem 1. Advent ausschließlich zwischen Grainau und der Zugspitze verkehren wird, aufs Gleis zu heben. „Wir haben da eine gewisse Routine“, erklärt Rainer Weber. Schon häufiger haben der Betriebsleiter Eisenbahn bei der BZB und sein Team Lokomotiven versetzt. „Doch diesmal war es schon ein etwas anders als sonst. Weil es eine ganz besondere Maschine ist.“ Etwas aufregender auch zum Teil. Denn bevor der Koloss angehoben werden konnte, gab es ein kleines Probleme zu lösen. Weil das Tragegerüst, an dem die enzianblaue Lok hing, aus Sicherheitsgründen noch einmal verstellt werden musste, kam es zu Verzögerungen. Danach klappte alles wie am Schnürchen. Gegen 12.30 Uhr stand die hochmoderne, aber nostalgisch aussehende Lokomotive, dort, wo sie hingehört. „Wer die alte Berglok aus dem Jahr 1929 kennt, der sieht schon, dass sich die Form der neuen daran anlehnt. Das wäre sonst ja ein totaler Stilbruch gewesen“, sagt Matthias Stauch, Kaufmännischer Vorstand der Zugspitzbahn.

In den kommenden Wochen wird das Prachtstück, das die Nummer 19 trägt, alltagstauglich gemacht. Soll heißen: Es wird an der Dynamik gefeilt, die Funkfernsteuerung justiert und die Bremseinstellung optimiert. „Es muss alles perfekt passen“, sagt Weber. Wenn anschließend das Schweizer Bundesamt Verkehr, das das Schwergewicht abnimmt, und die Regierung von Oberbayern ihre Zustimmung gegeben haben, wird die Lokomotive zu ihrer Jungfernfahrt bei der BZB starten. Und dann wird auch gefeiert – zumindest im kleinen Rahmen. „Wahrscheinlich setzten wir uns zu einer Brotzeit zusammen“, sagt Weber.

Bilder: Ankunft der neuen Berglok

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