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Setzen sich für Kinder und Jugendliche ein: (v. v. l.) Franziska Paul, Antonia Wiedemann, Simge Malik, Lara Strutz , Öz Lamia und Erhoc Selin, (h.v.l.) Gina-Maria Moijr, Quirin Schinko, Wolfgang Sailer, Markus Baur, Wolfgang Bauer, Sema Erdogan, Nina Nieting, Seda Erginyavuz, Selina Rosenland und Virginia Müller.

Beirat nimmt Vorreiterrolle ein

Bindeglied zum Gemeinderat

Garmisch-Partenkirchen - Der Garmisch-Partenkirchner Beirat für Jugendliche und Kinder, der vor zwei Jahren gegründet wurde, hat eine neue Vorsitzende: In Zukunft lenkt die 17-jährige Simge Malik die Geschicke des Gremiums. Sie hat Gina-Maria Mojrs abgelöst, die nach Innsbruck gezogen ist.

Sie setzen sich für die Interessen aller Kinder und Jugendlichen des Marktes Garmisch-Partenkirchen ein und wollen eventuell später einmal ein Kinder- und Jugendparlament gründen. So jedenfalls steht es in der Präambel der Geschäftsordnung des Beirates für Kinder und Jugendliche. Vor zwei Jahren ins Leben gerufen, haben die neun Mitglieder inzwischen einiges auf die Beine gestellt. Neben einer Klausurtagung und dem Erstellen eines Gemeinschafts-ABC, der Organisation einer Riesenfete mit 300 Gästen, eines Outdoor-Tages und dem Gestalten eines eigenen Raums im Jugendzentrum (JUZ), war der öffentliche Antrag, aus Garmisch-Partenkirchen eine „Kinderfreundliche Kommune“ zu machen - erstmals in ganz Deutschland gestellt und genehmigt – das Mammutprojekt und der größte Erfolg des Teams.

„Mega-cool, wie wir das alle gemeinsam hingekriegt und damit eine Vorreiterrolle übernommen haben“, meinte Gina-Maria Mojr in ihrem Rückblick. Bislang war die 16-Jährige aus der Marktgemeinde Vorsitzende des Beirates. Weil sie nach Innsbruck gezogen ist, wählte man im Veranstaltungsraum des JUZ am Kankerweg ihre Nachfolgerin. In Zukunft lenkt Simge Malik (17) aus Garmisch-Partenkirchen, Schülerin am Werdenfels- Gymnasium, für zunächst zwei Jahre mit ihren Stellvertreterinnen Seda Erginyavuz (15) sowie Franziska Paul (17), beide aus Burgrain und vom St. Irmengard-Gymnasium, und ihrer Schulkameradin Lara Strutz (17, Garmisch-Partenkirchen) die Geschicke des Beirates. Der versteht sich als Bindeglied zum Marktgemeinderat. Die Schülerinnen werden die Gemeinderatsmitglieder in allen Belangen, die Kinder und Jugendliche betreffen, schriftlich und mündlich beraten und beim Zweiten Bürgermeister Vorschläge und Anträge einreichen. Dieser zeigte sich auf der Sitzung sehr angetan von dem Einsatz der jungen Leute: „Euer Engagement ist sehr lobenswert“, meinte Wolfgang Bauer (CSU). Und er ermunterte: „Ihr seid gut gestartet, weiter so!“

Bärbel Bauer, Leiterin der Schulverwaltung Garmisch-Partenkirchen, fasste das Ziel des Beirats mit den Worten zusammen: „Die jungen Leute sollen aktiv ins Gemeindeleben einbezogen werden.“ Unterstützt werden die Jugendlichen von Markus Baur, Mathematik- und Physiklehrer am Werdenfels Gymnasium und seit 2014 Kinder- und Jugendreferent der Gemeinde. „Wir wollen uns nicht einmischen, sondern bei der Formulierung von Anträgen oder der Organisation von Partys helfen“, erklärte JUZ-Leiter Wolfgang Sailer. Der Gemeinde prophezeite Sailer viel Arbeit, die auf sie zukäme. „Da geht es nicht nur um die Erhöhung der Zahl von Spiel- oder Kindergartenplätzen.“ Künftig müssten mehr Informationen fließen und die Jugendlichen mehr in die Entscheidungen des Kommunalparlaments mit einbezogen werden. „Das ist für die Gemeinde ein großer Gewinn, wenn es zunächst auch schwierig sein wird, die entsprechenden Strukturen zu schaffen.“

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