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Zwei der vielen Grainauer Tourismus-Attraktionen: die Eibsee-Seilbahn und der Eibsee.

Erfolg für den Tourismus

Bestes Ergebnis seit 2000

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Grainau - Der Tourismus ist das Standbein, auf dem Grainau steht. In den vergangenen Jahren haben sich die Gästezahlen positiv entwickelt. 2015 war noch einmal ein Ausreißer nach oben.

Zahlen lügen nicht. Sie gelten als unschlagbar, wenn es darum geht, zu beweisen, wie gut oder schlecht man dasteht. Was den Tourismus angeht, steht Grainau ausgezeichnet da – so blendend wie wahrscheinlich ganz selten in den vergangen Jahrzehnten. „Bei den Anreisen haben wir unser bestes Ergebnis seit mindestens 2000 erreicht“, sagt Tourismuschefin Petra Vogt, „bei den Übernachtungen das stärkste seit 2004.“ Damit hat das rund 3500 Einwohner zählende Dorf Platz zwei im Ranking der Destinationen im Landkreis hinter Garmisch-Partenkirchen ausgebaut. In Sachen Tourismus spielt Grainau auch in Oberbayern eine wichtige Rolle und liegt in den Top Ten. „Zumeist sind wir in den vergangenen Jahren zwischen Rang sieben und zehn gelandet“, sagt Vogt, die „eine kontinuierliche positive Entwicklung“ festgestellt hat.

Einen wichtigen Beitrag dazu haben Vogt zufolge der neue Campingplatz, der Supersommer, der gute Winter und der G7-Gipfel geliefert. Die zahlreichen Polizisten, die während des Treffens der sieben wichtigsten Staats-und Regierungschefs der westlichen Welt in Schloss Elmau, teilweise auch mehrere Wochen in Grainauer Beherbergungsbetrieben untergebracht waren, haben dafür gesorgt, dass ein „Wermutstropfen“, so Vogt, nicht ganz so krass ausfiel: die sinkende Aufenthaltsdauer. „Sie hat auch vor Grainau nicht Halt gemacht“, betont die Tourismus-Direktorin. Von 2014 auf 2015 nahm sie von 4,35 Tagen auf 4,09 ab.

151 700 Anreisen zählte Vogt 2015, 6,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Noch deutlicher fallen die Zahlen im Fünf-Jahres-Vergleich aus: 18,4 Plus errechnete sie. Bei den Übernachtungen bewegt sich die Steigerung nicht in diesen Dimensionen. Die Summe schnellte um 3,2 Prozent auf 574 715 nach oben. „Mit der Summe können wir sehr zufrieden sein“, meint Bürgermeister Stephan Märkl (CSU)

Grainau ist eine Sommerdestination. Zwei Drittel des Geschäfts wird zwischen April und Oktober gemacht, der Rest in den Wintermonaten. „Das ist schon seit langer Zeit so“, sagt Vogt. Besonders beliebt ist Grainau bei deutschen Gästen, die einen Anteil von fast 84 Prozent bilden, und hier besonders bei den Nordrhein-Westfalen, die von allen Besuchern auch am längsten bleiben. Bei den ausländischen Urlaubern haben Niederländer die Nase vorn. Sie liegen vor den US-Amerikanern und den Briten. An Bedeutung verloren hat Russland. In diesem Segment hat Grainau 2000 Übernachtungen weniger verbucht. Diese Zahl konnte auch von Touristen aus dem arabischen Raum nicht aufgefangen werden, obwohl die um 1000 zugelegt haben. Der Expertin zufolge „ziehen die Berge bei diesen Menschen enorm“.

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