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Werden gesund gepflegt: die Malteser-Welpen.

Skrupellose Tierhändler

Bleiberecht für Malteser-Welpen

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Garmisch-Partenkirchen - Tierschützer erreichen, dass illegal eingeschleuste Tiere nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden. Welpen werden im Tierheim aufgepäppelt.

Die Suche nach Asyl, einer sicheren Unterkunft, ist in aller Munde. Auch bei Tessy Lödermann. Bei der Vorsitzenden des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen klingelte das Telefon aber nicht, um Flüchtlinge aus den Krisenregionen dieser Welt unterzubringen. Vielmehr ging es um Asyl für Hunde-Babys. „An der Grenze zu Österreich bei Bad Reichenhall war ein ungarischer Transporter mit 47 Welpen auf dem Weg nach Spanien gestoppt und die Hunde zur Erstversorgung ins dortige Tierheim gebracht worden“, erzählt sie. Von dort wurden sie auf andere Einrichtungen in Oberbayern verteilt. Vier Malteser-Welpen, knapp fünf Wochen alt, holte Lödermann mit einer Mitarbeiterin ab. „Noch am gleichen Abend musste ein Hund eingeschläfert werden“, sagt sie. „Er hatte Fieber, eine offene Schädeldecke und einen Wasserkopf.“

Der Kampf gegen den skrupellosen Tierhandel war damit aber noch nicht zu Ende: Wenige Tage später wurde an besagtem Grenzübergang ein Transporter aus der Slowakei auf dem Weg nach Spanien gestoppt. Den Polizeibeamten bot sich ein schreckliches Bild: in Hasenkäfigen 170 Welpen, 50 Zebrafinken und 20 Schildkröten. Diese Tiere wurden auf Nordbayern und Franken verteilt. Die viel zu jungen, zumeist kranken Welpen kamen in den dortigen Quarantänestationen.

„Dann begann der Kampf“, erklärt Lödermann. Der Landesverband Bayern im Deutschen Tierschutzbund, dessen Vizepräsidentin sie ist, wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Pläne des Umweltministeriums. Dieses wollte transportfähige Tiere wieder in die Herkunftsländer zurückbringen lassen. Eine Nachricht, die auch in Garmisch-Partenkirchen für Entsetzen sorgte: „Es kann nicht sein, dass die Behörden zu den kriminellen Tierschmugglern halten und nicht zu uns Tierschützern und den gequälten Tieren“, empört sich Lödermann. Besonders perfide empfanden sie und ihre Mitstreiter, dass die Rückführung unter anderem mit der Entlastung der überfüllten und finanziell klammen Tierheime begründet wurde. „Die Staatsregierung hat sich noch nie für unsere Lage interessiert“, betont Lödermann. „Bayern ist das einzige Bundesland, in dem kein einziger Cent für die Arbeit der Tierheime im Staatshaushalt ist.“

Am Mittwochabend erreichte sie nun die erlösende Nachricht: Das Bayerische Umweltministerium teilte mit, dass „eine Rückführung dieser illegal eingeführten Tiere nicht geplant ist“. Für das Team in der Schmalenau eine Erlösung. Die drei Welpen werden nun gesund gepflegt und können sich in aller Ruhe entwickeln. Da die Tiere in Verwahrung sind, können sie über einen längeren Zeitraum nicht vermittelt werden, bis die Besitzverhältnisse endgültig geklärt sind.

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