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Das Aushängeschild des deutschen Frauen-Biathlons und des City-Biathlons: Laura Dahlmeier.

Laura Dahlmeier geht an den Start

Trotz Schneemangel: City-Biathlon gesichert

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Garmisch-Partenkirchen - Keine Panik: Der City-Biathlon kann auch heuer stattfinden. Die Organisatoren haben eine Lösung für das Schneeproblem gefunden. 

Alle reden vom Wetter – auch Peter Fischer. Doch die warmen Temperaturen und der fehlende Schnee bereiten dem Vorsitzenden des Skiclubs Garmisch im Vorfeld der 20. Auflage des City-Biathlons, der am Sonntag, 27. Dezember, traditionell im Garmischer Zentrum ausgetragen wird, kein Kopfzerbrechen. „Es schaut gut aus. Die Veranstaltung ist gesichert, weil wir Biathlon können.“ Und woher kommt der Schnee, auf dem die Weltklasse-Kombinationen aus Deutschland und Italien – allesamt weltcup-erfahren – um den Sieg laufen und schießen werden? Der kluge Mann hat vorgebaut, weil das Schneeproblem in den vergangenen Jahren immer wieder mal aufgetaucht war. „Wir bekommen den Eisabrieb aus dem Olympia-Eisstadion und vom Eisstadion Mittenwald“, sagt Fischer.

Insgesamt 40 Lkw-Fuhren sind nötig, um in der Fußgängerzone eine 10 bis 15 Zentimeter dicke Schneeauflage zu präparieren. Selbst ein weiterer Wärmeeinbruch würde den Schnee nicht schmelzen lassen, da ist sich der 62-jährige Funktionär sicher: „Der wird kompakt gelagert und hält mehr aus als Naturschnee.“ Der Abrieb wird auch gehegt und gepflegt, weil er nochmals gebraucht wird. Wenn die Mitarbeiter des Bauhofs nach dem Rennen das Eisgemisch wieder aus dem Garmischer Zentrum entfernt haben, wird es auf die Strecke des Hornschlittenrennens, das von der Partnachalm bis vor die Tür des Vereinsheims des Hornschlittenvereins Partenkirchen führt, benötigt.

Zum 20. Mal wird die Biathlon-Veranstaltung ausgetragen – zunächst als City-Sprint der Langläufer, seit vielen Jahren als Rennen der Skijäger. „Dass wir solange aushalten, hätte ich nicht gedacht“, sagt Fischer. Vor fast zehn Jahren war die Veranstaltung auf der Kippe gestanden. Erst eine Spendenaktion, initiiert vom Tagblatt, rettete sie vor dem Aus. Jetzt ist sie wieder quicklebendig und glänzt mit einem nie dagewesenen Teilnehmerfeld. Bis auf Johannes Kühn haben alle Starter schon Titel bei Weltmeisterschaften gewonnen oder Olympia-Medaillen geholt. „Bei uns gibt’s Spitzenqualität zum Nulltarif“, sagt Fischer. Er spielt damit auf das Rennen in der Fußball-Arena AufSchalke an. Dort wird einen Tag später die Weltelite am Start sein. Kostenpunkt für eine Eintrittskarte: 30 Euro.

Dass mit Laura Dahlmeier vom SC Partenkirchen die derzeit beste deutsche Biathletin zugesagt hat, macht ihn stolz. Vor allem, weil Dahlmeier am 28. Dezember zusammen mit Simon Schempp in Gelsenkirchen antritt. „Sie nimmt für uns große Strapazen auf sich“, erklärt Fischer. Das Rennen AufSchalke nennt Fischer „unseren großen Gegner“. Er hatte auch versucht, die beiden Italiener Dorothea Wierer und Lukas Hofer nach Garmisch-Partenkirchen zu holen, doch legten die Trainer der beiden ihr Veto ein. Der Grund: Auch Wierer und Hofer starten AufSchalke – und die Betreuer befürchten einen zu großen Substanzverlust.

Das ARD überträgt live aus Gelsenkirchen. Zunächst hatte des ZDF geplant, auch in der heute-Sendung am Sonntag ein paar Szenen aus Garmisch-Partenkirchen zu zeigen. Die Programm-Macher in Mainz haben diesen Plan aber wieder verworfen, da die heute-Nachrichten am Sonntag nur zehn Minuten dauern. Womöglich zeigt das Bayerische Fernsehen nun Bilder von Dahlmeier und Co..

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