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Liegt seit Jahren brach: das frühere US-Bowling-Areal an der St.-Martin-Straße.

Grundstück liegt seit Jahrzehnten brach

Neue Pläne mit dem Bowling-Areal

Garmisch-Partenkirchen - Der Markt soll das frühere US-Bowling-Areal kaufen und dort ein Bildungszentrum für Gesundheitsberufe errichten. Das schlägt die CSU-Fraktion im Gemeinderat vor. Die Pläne, dort ein Hotel im Vier-Sterne-Superior-Bereich zu errichten, sind aber schon relativ weit gediehen.

Die Lage: bestens. Der Zustand des Grundstücks: katastrophal. Seit Jahrzehnten verfallen die Gebäude auf dem ehemaligen US-Bowling-Areal immer mehr. Die unzähligen Pläne, die es bereits für dieses 13.500 Quadratmeter große Gelände gab, sind allesamt in der Schublade verschwunden. Ein SB-Warenhaus scheiterte am Bürgerwillen, der Neubau des Finanzamts an dem der Gemeinde, die stattdessen eine touristische Nutzung befürwortete. Doch auch von den schon präsentierten Hotelprojekten wurde bislang keines realisiert. Daher schlägt die CSU-Fraktion im Gemeinderat vor, die Fläche zu kaufen, um darauf „das in Planung stehende Bildungszentrum für Gesundheitsberufe aus den Leifheit-Mitteln zu errichten“. Der Antrag sei auch vor dem Hintergrund gestellt worden, dass eine solche Einrichtung zum 1. September 2019 „startklar“ sein müsse, betont Fraktionsvorsitzende Elisabeth Koch. Ab diesem Termin läuft die generalistische Ausbildung aller Pflegeberufe, das heißt Kranken-, Kinder- und Altenpfleger werden gemeinsam zu Pflegefachkräften geschult.

Diesen Stichtag hat Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ebenfalls gespeichert. Ein solches Bildungszentrum schwebt der Medizinerin und Pädagogin schon lange vor. Nachdem das Leifheit-Sondervermögen nun Möglichkeiten bietet, dieses Herzensanliegen zu realisieren, setzt sie alle Hebel im Bewegung, um das auch zu schaffen. Allerdings hält sie das frühere Bowling-Areal für diese Zwecke nicht für prädestiniert. Die direkte Anbindung an die Bahn, die die CSU ins Feld führt, sei zwar von Vorteil, räumt sie ein. Das gilt aber für eine Hotelnutzung ebenso. Genau die werde für Kongressteilnehmer dringend benötigt, unterstreicht sie. „Bislang haben wir kein Haus, um 200 Leute gleichwertig unterzubringen, die dann fußläufig zum Richard-Strauss-Platz kommen.“ Die Idee, an der St.-Martin-Straße ein Vier-Sterne-Superior-Hotel mit bis zu 230 Zimmern, Suiten und Appartements im alpenländischen Stil mit Naturstein und Weißtannenholz zu errichten, die im Februar 2015 vom Bauausschuss grundsätzlich abgesegnet worden war, nennt sie daher nach wie vor erstrebenswert.

Bürgermeisterin Meierhofer sieht Bildungszentrum eher für Abrams-Komplex vor

Daran halten auch Roland Wetzel und seine Mitstreiter fest. Der Zuschlag vom Freistaat sei erfolgt, sagt der Geschäftsführer der Intercon Unternehmensberatungs GmbH mit Sitz in Reutte/Tirol, der die Investorenseite vertritt. „Die Verkaufsverhandlungen sind im Endstadium.“ Parallel dazu läuft die Aufstellung des Bebauungsplans. Nach Auskunft von Rathaussprecher Martin Bader wird aktuell der Entwurf erarbeitet. Liegt dieser vor, werde das Verfahren eingeleitet. „Einen zeitlichen Rahmen abzuschätzen, ist schwierig.“ Wetzel hofft, dass dies in den kommenden Wochen erfolgt.

Unabhängig davon wird Meierhofer den CSU-Antrag natürlich prüfen lassen und Stellungnahmen vom Bauamt sowie von GaPa-Tourismus einholen. Das künftige Bildungszentrum sieht sie derweil eher auf dem General-Abrams-Komplex, für den der Markt bei der Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben Interesse anmelden will. In der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 20. April, steht dieses Ansinnen nichtöffentlich auf der Tagesordnung. Auf diesem Areal, das ebenfalls früher im Besitz der Amerikaner war, sollen unter anderem das Bildungszentrum und ein Seniorenheim aus Mitteln des Leifheit-Vermögens entstehen. Die künftige Schule müsse zwar 2019 starten, „aber nicht fix und fertig sein“, räumt Meierhofer ein. Das bedeutet, dass die erste Klasse auch in Containern beginnen könne. „Wir haben die besten Voraussetzungen, um dieses Vorhaben zu realisieren, da wir alle drei Felder der Pflegeberufe abdecken und entsprechende Ausbildungsplätze im Ort bieten können.“

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