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Die Retter: (v. l.) Lothar Schmitt mit Pia, Edwin Härdtlein und Christin Stave, Anwärter der Bergwacht-Bereitschaft Oberau, mit Teddy, und Michael Dorn von „Vier Pfoten am Berg“ mit Snoopy sowie Rowdy.

Hündin war drei Tage lang verschwunden

Glückliche Rettung von Pia

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Garmisch-Partenkirchen -  Frauchen Helene Fastner ist überglücklich: Nach drei Tagen ist ihr Liebling wieder aufgetaucht. Die Hündin saß auf einem Vorsprung im steilen Bergwald fest.

Drei Tage, die unendlich schienen. Drei Tage, in denen Helene Fastner vor Sorgen fast verging. Drei Tage, in denen sie stundenlang im Bereich der Ursprünge bei Farchant nach ihrer Hündin Pia suchte. „Es war eine furchtbare Zeit“, sagt die Garmisch-Partenkirchnerin. Inzwischen ist Pia wieder daheim, völlig ausgehungert – „sie hat gleich drei Portionen gefressen“ –, ansonsten aber gesund. Kein Wunder, dass Fastner vor Glück strahlt. Dass ihr Liebling wieder aufgetaucht ist, verdankt sie auch zahlreichen Unterstützern, die ihr bei ihrer verzweifelten Suche geholfen haben. „Ich habe eine unglaubliche Hilfsbereitschaft erlebt, das war überwältigend.“ Ihr Aufruf, allein der von der Tagblatt-Facebookseite wurde 223-mal geteilt, kam bei den Menschen eben an.

Als absoluter Retter in der Not erwies sich Michael Dorn. Der Ohlstädter ist alpiner Hundetrainer, auf den Fastner über Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen, aufmerksam wurde. Er, zwei Anwärter der Bergwacht-Bereitschaft Oberau und ein Bekannter von Fastner machten sich am Donnerstag mit drei Hunden sowie Seilen und Gurten ausgerüstet auf, um im steilen Bergwald zwischen Farchant und Oberau nach der Vermissten zu suchen. Auf einem Vorsprung in unmittelbarer Nähe eines Wasserfalls entdeckten sie das Tier schließlich. Lothar Schmitt, den Pia von ihrem Frauchen kennt, stieg als erster zu ihr ab. „Als er bei ihr war, hat sie am ganzen Körper gezittert“, erzählt Fastner. Mit vereinten Kräften befreiten er und Dorn den Vierbeiner schließlich aus seinem unfreiwilligen Gefängnis. „Wie Pia da hingekommen ist, konnten wir nicht nachvollziehen“, sagt Dorn. Die Vermutung liegt aber nahe, dass sie ausgerutscht und so in dem unwegsamen Gelände gelandet ist. Dort saß sie dann drei Tage fest, bis ihre Retter sie am Donnerstag gegen 17 Uhr entdeckten. „Insgesamt hat sie das Ganze aber gut weggesteckt.“

Dorns Einschätzung teilt auch Fastner, die die Such-Mannschaft etwas weiter unten erwartet hatte. Ihre Hündin, die sich mit Gefühlsausbrüchen sonst eher zurückhält, begrüßte sie stürmisch und sprang freudig an ihr hoch. Ein bisschen sitze ihr der Schrecken allerdings noch in den Gliedern, meint Fastner. „Daheim hat sie sich nach dem Fressen eingerollt und erst einmal nur geschlafen.“

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