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Eisvergnügen im Garmischer Zentrum: Die Fläche am Mohrenplatz entpuppt sich als Publikumsmagnet, den auch diese Eisstockschützen aus München begeistert nutzen.

Winterzauber im Garmischer Zentrum

Eisplatz bereichert das Angebot

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Garmisch-Partenkirchen - Er hat etwas gewagt und überzeugt. Die Eisfläche, die Mohrenplatz-Wirt Andreas Fischer im Garmischer Zentrum aufgebaut hat, war ein Erfolg. 

Es war ein Wintermärchen, das sich fünf Wochen lang auf dem Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen abgespielt hat. Die Eisfläche entpuppte sich als absoluter Publikumsmagnet und bescherte Einheimischen sowie Gästen trotz warmer Temperaturen die perfekte Einstimmung auf die Feiertage. „Eine tolle, rundum gelungene Aktion“, unterstreicht Michaela Nelhiebel, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum. „Ich finde es richtig mutig, dass Andreas Fischer das gewagt hat.“ Der Wirt vom Gasthaus Mohrenplatz, der trotz mehrfacher Versuche telefonisch nicht zu erreichen war, hatte die Eisfläche initiiert. Auf etwa 15 mal 18 Metern konnten Jung und Alt dort ihre Runden drehen, Eisstockschießen oder das bunte Treiben vom Glühwein- oder Schmankerlstand aus beobachten.

Dabei blieben die Leute nicht allein bei dieser Attraktion hängen, sondern tummelten sich in der gesamten Fußgängerzone und schlenderten auch zum Christkindlmarkt am Richard-Strauss-Platz vor. „Die Frequenz war richtig gut“, sagt Nelhiebel. Eine Einschätzung, die andere Geschäftsleute ihr gegenüber bestätigt hätten. „Und auch die Reaktionen der Kunden waren sehr positiv.“

Für Tourismusdirektor Peter Ries war die Eisfläche „eine absolute Bereicherung des Angebots“. Auch bei GaPa-Tourismus seien nur zufriedene Rückmeldungen eingegangen. Er hat sogar mitbekommen, dass einige Einheimische, die ihre Schlittschuhe längst eingemottet hatten, diese wieder rausgekramt haben, um am Mohrenplatz ein paar Runden zu drehen. Neben denen, die sich sportlich betätigten, war das Areal aber auch immer von vielen Schaulustigen belagert. „Das Ganze ist wirklich sehr gut angekommen worden und war ein belebendes Element“, sagt Ries. Zudem genossen Garmisch-Partenkirchner und Gäste, die sich gerade im Dezember angesichts warmer Temperaturen noch kaum auf den Pisten und gar nicht in Loipen tummeln konnten, „das winterliche Flair“.

Genau das wollte Fischer den Menschen auch bescheren, wie er im Vorfeld erklärt hatte. Die Idee, ein solches Spektakel anzubieten, gärte schon lange in ihm, seit ihn vor 20 Jahren der Eisplatz im amerikanischen Ski-Resort Beaver Creek in Colorado beeindruckt hatte. Mit Werbepartnern, die sich auf einer Tafel wiederfanden, stemmte er das Projekt nun zum ersten Mal. Kosten von etwa 65 000 Euro hatte er für sein Projekt angesetzt. Ein Drittel davon sollte mit besagten Partnern, ein Drittel durch Einnahmen aus Eintritt sowie Schlittschuh-Verleih und der Rest aus dem Gastrobereich aufgebracht werden. „Sicher werden wir am Anfang nicht alles richtig machen und Lehrgeld zahlen müssen“, hatte der Wirt vor der Eröffnung gesagt. Das war’s ihm aber wert, schließlich soll die Eisfläche keine einmalige Angelegenheit bleiben.

Das freut auch Nelhiebel und Ries. „Die Eisfläche war wirklich eine gute Ergänzung zum Christkindlmarkt“, sagt die Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Schade fand sie nur, dass nach fünf Wochen schon Schluss mit dem Winterzauber war.

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