Großer Bahnhof für die Feuerwehr Krün: Das 125-Jährige wurde am Wochenende gefeiert.
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Krün im Feier-Marathon

Feuerwehr Krün: Ein Fest im Kreis von Kameraden und Freunden

Krün - Viele warme Worte und großes Lob: Der Festabend zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Krün war von Harmonie gezeichnet. Nur einer fehlte in der Runde: der Schirmherr der Festtage.

So schön das Festwochenende in Krün auch war: Einen Wermutstropfen gab es. Denn der schreckliche Amoklauf von München hatte auch Auswirkungen auf die Feuerwehr Krün. Sie musste bei dem Festabend zu ihrem 125-jährigen Bestehen auf die persönlichen Glückwünsche von Staatsminister und Schirmherr Dr. Marcel Huber (CSU) verzichten. „Die Bayerische Regierung hat entschieden, bis zur Trauerfeier keine Festakte zu besetzen“, entschuldigte Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) den Leiter der Staatskanzlei. Und ergänzte: „Er hat seine Wertschätzung aber schon in der Festschrift ausgedrückt.“

Der Rathauschef lobte als ehemaliger Kommandant die Kameraden ausdrücklich im Namen seiner Bürger. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, eine so gut ausgerüstete Wehr mit hohem Ausbildungsstand zu besitzen. Über den Dienst am Nächsten hinaus habt Ihr Euch im Ortsgeschehen engagiert und durch nationale und internationale Erfolge bei Leistungsbewerben den Namen Krün vorbildlich und erfolgreich vertreten.“ Respekt zollte den Jubilaren Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber (CSU). Im Gepäck hatte er einen Gutschein der Regierung. „Ein aufrichtiges ,Vergelt’s Gott‘. Sie müssen 365 Tage und 24 Stunden am Tag einsatzbereit sein. Wie groß Ihre Hilfsbereitschaft ist, zeigt die Tatsache, dass Bayern mehr Feuerwehrleute“ als Island überhaupt Einwohner hat: nämlich 330 000.

Kreisbrand-Inspektor Peter Gaus, der mit Kreisbrandmeister Josef Gschwendtner gekommen war, gratulierte den Wehrmännern für ihre Arbeit. „Daneben sind Sie ein belebendes Element der Gemeinschaft.“ Die Politik vertrat Landrat Anton Speer (Freie Wähler). „Ich habe Ihr geschultes Personal bei vielen Übungen und Einsätzen mit schwerem Gerät erlebt. Ihre Leistung beim G7-Gipfel mit 5700 ehrenamtlichen Stunden verdient deshalb höchste Anerkennung.“

Weiteres Lob gab es vom Veteranen-Vorsitzenden Herbert Emmerdt im Namen der Ortsvereine, der Wehr aus Mittenwald (Hubert Klotz: „Wir kennen Euch als schlagkräftige Truppe“) und den Paten aus Wallgau (Johann Holler: „Wir schätzen Eure professionelle Unterstützung.“). Für die seit ihrem Besuch beim Sommerfest 2008 in Krün zu Freunden gewordene Wehr-Vertretern aus Wellen/ Bremerhaven überreichte Ortsbrandmeister Dietmar Mehrtens einen Zinnteller. „Bei Euch wird Kameradschaft groß geschrieben.“ In historischen preußischen Feuerwehr-Uniformen gratulierte die Feuerwehr Spremberg aus der Nähe von Cottbus. „Wir haben im Internet von diesem Jubiläum gelesen“, erklärte Kommandant Lothar Hopka. Sofort sei klar gewesen, dass die Kameraden wieder nach Bayern fahren. Schließlich waren sie im Jahr 2012 die erste Wehr in Deutschland, die beim großen Oktoberfest-Umzug in München mitmarschieren durfte.

Nachdem der Erste Kommandant Florian Holzer einen Rückblick auf seine Wehr gehalten und die aktuelle Besetzung gelobt hatte, wurde es noch einmal feierlich. Dann ehrte er mit Vize Alois Müller und den Kommandanten Anton Simon und Andreas Funk als weiteren Höhepunkt verdiente Mitglieder. Das Ärmelabzeichen für 30 Jahre ging an Ludwig Baumann junior, Thomas Holzer, Hans-Jörg Mayr und Thomas Schwarzenberger. Für 70 Jahre wurden Franz Kriner und Sebastian Simon ausgezeichnet.

Wolfgang Kunz

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