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Engagieren sich für Filmkunst: (h. v. l.) Dr. Albert Siepe, Dr. Christoph Elschenbroich, (v. v. l.) Johanna Bittner-Siepe, Beate Löw-Schneyder und Ulrike Bittner-Wolff.

Das läuft im Hochlandkino

Vorhang auf für Filmkunst

Garmisch-Partenkirchen - Seit Ende April werden im Hochlandkino ausgewählte Filme gezeigt. Das Programm des Vereins "filmkunstGAP" kommt gut an.

Sie sind auf der Suche nach außergewöhnlichen Filmen, fernab vom reißerischen Hollywood-Streifen. Die Mitglieder des Vereins „filmkunstGAP“ wollen in Partenkirchen hochwertiges und bereicherndes Kino anbieten.

Seit Ende April zeigen sie ausgewählte Filme im Hochlandkino. „Die ersten beiden waren schon mal ein voller Erfolg“, schwärmt der Vorsitzende Dr. Christoph Elschenbroich. Vorgeführt wurde bereits der Polit-Thriller „Colonia Dignidad“ und das Drama „Das Wetter in geschlossenen Räumen“. Bis Mitte Juli stehen nun noch zehn Filme auf dem Programm des Vereins. Der Vorsitzende ist bisher mit der Resonanz sehr zufrieden. „In den Nachmittagsvorstellungen waren ungefähr 30 Zuschauer, abends fast 70“, erzählt er stolz. Einige Kinobesucher wollen die Aktivitäten des Vereins auch mitgestalten oder Anregungen einbringen. „Ich habe immer viel Post im Briefkasten“, erzählt Elschenbroich. „Viele Leute wünschen sich zum Beispiel mehr Originalfilme mit deutschem Untertitel.“ Rückmeldungen sind gerne gesehen. Trotzdem entscheidet letztendlich die Programmkommission, welche Filme auf die Leinwand kommen. Sie besteht aus vier Vereinsmitgliedern – darunter auch Johanna Bittner-Siepe –, die beraten, welche Streifen eine gute Alternative zum Standardprogramm sind. So überschneidet sich ihr Angebot nie mit dem des Kinocenters im Ortsteil Garmisch.

Gezeigt werden ausgezeichnete moderne Produktionen, Dokumentar-, Kurz- und Stummfilme, teilweise auch mit live Musikbegleitung, und Klassiker. „Die Leute sehen gerne auch mal Filme, die schon lange nicht mehr ausgestrahlt wurden“, erklärt der Vorsitzende. Sein persönlicher Höhepunkt der Filmreihe ist der Streifen „12 years a slave“, der die Geschichte eines Sklaven im Amerika des 19. Jahrhunderts erzählt.

Das Programm

„Come to my voice – Folge meiner Stimme“: Die Tragikomödie erzählt die Geschichte einer Großmutter und ihrer Enkelin, die irrtümlich festgenommene Männer ihres kurdischen Dorfes befreien wollen. Termine: Montag, 16., Dienstag, 24. Mai, und Mittwoch, 1. Juni.

„12 years a slave“: Ein oscarprämiertes Drama über einen Afroamerikaner in den USA, der als Sklave in die Südstaaten verkauft wird. Termine: Dienstag, 17., Mittwoch, 25., und Montag, 30. Mai.

„Mustang“: Die Geschichte handelt von einem türkischen Mädchen, das nach dem Spiel mit Buben im Meer von seinem konservativen Onkel gefangen gehalten und schließlich zwangsverheiratet wird. Termine: Mittwoch, 18., Montag, 23., und Dienstag 31. Mai.

„Brooklyn“: Eine junge irische Immigrantin versucht in New York Fuß zu fassen, wo sie vom Leben auf eine harte Probe gestellt wird. Termine: Montag, 6., Dienstag, 14., und Mittwoch, 22. Juni.

„Raum“: Das Drama erzählt das schwierige Leben einer Mutter, die mit ihrem jungen Sohn jahrelang in einer Hütte eingesperrt ist und schließlich beschließt, zu fliehen. Termine: Dienstag, 7. , Mittwoch, 15., und Montag 20. Juni.

Alle Filme werden um 17.30 und um 20 Uhr gezeigt.

Franziska Kiefl

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