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Hoch damit! Mächtig Spaß haben die Kinder mit der Drehleiter der Feuerwehr Partenkirchen und den Klinik-Clowns.

Der gute Geist im Hintergrund

Förderverein unterstützt Rheuma-Kinderklinik seit 50 Jahren

Garmisch-Partenkirchen - Förderer agieren meist  im Hintergrund. Ihr Wirken bewegt aber enorm viel. Sichtbar und spürbar wird das immer wieder beim Förderverein „Hilfe für das rheumakranke Kind“ – seit 50 Jahren.

Eigentlich ist so ein „Tag der offenen Tür“ nichts Ungewöhnliches. Er dient der Information und der Begegnung. Doch dieser war etwas ganz Besonderes. Denn es gab einen runden Geburtstag zu feiern. So stand beim diesjährigen „Tag der offenen Tür“ des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendrheumatologie in Garmisch-Partenkirchen nicht nur die Präsentation der Klinik, sondern vor allem auch der gute Geist im Hintergrund im Fokus: Seit 50 Jahren besteht nun der Förderverein „Hilfe für das rheumakranke Kind“, der sich seit 1966 für die Einrichtung und seine Patienten tatkräftig einsetzt.

Fotos: Förderverein "Hilfe für das rheumakranke Kind" feiert den 50.

Um den Tag gebührend zu feiern, haben sich Klinikleitung und Förderverein mächtig ins Zeug gelegt. Hans Keck, Vorsitzender seit 2012, ließ die umfassenden Aktivitäten noch einmal Revue passieren. „Denn der Feuerwehr-Charakter des Fördervereins wird von der Klinik hoch geschätzt“, sagte er stolz. Und das Ganze fast ohne „Reibungsverluste“. Der Verein ist eine große Stütze der Klinik, die unkompliziert Hilfe leisten kann. „Dahinter steht kein Verwaltungsapparat, alles geschieht unbürokratisch, sozusagen auf Abruf“, betonte Keck, der selbst, wie auch die früheren und bereits gestorbenen Vorsitzenden wie Hans-Werner von Bülow und Gerd Rößler dem Lions-Club Mittenwald angehört. Passend dazu brachten die Lions-Freunde als Geschenk eine Spendenscheck von 500 Euro mit.

Drei Millionen Euro für die Klinik

Nicht weniger als drei Millionen Euro hat der Förderverein bisher für die Klinik erbracht. Sei es Geld für Forschung und Weiterbildung, anders nicht finanzierbares Gerät und Personal, Baumaßnahmen, Kleidung, orthopädisches Schuhwerk, Therapieroller oder auch die Behandlung bei Bedürftigkeit. Da passten die Geburtstagswünsche nach der Melodie von „Yellow submarine“, die stimmgewaltig von der Festgesellschaft vorgetragen wurden, perfekt: „Der Förderverein wird 50 Jahre nun – drum feiern wir ihr Tun! Tolle Projekte – wir sagen Dank – für allerhand“, lautete eine Strophe.

Die Klinikleitung mit Professor Dr. Johannes-Peter Haas würdigte das große Engagement, angefangen mit der Spendenaktion zugunsten des Neubaus der Rheuma-Kinderklinik in den 1960erJahren. Heute firmiert die Spezialklinik als Deutsches Zentrum für Kinder und Jugendrheumatologie, als Zentrum für Schmerztherapie sowie als Sozialpädiatrisches Zentrum als Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Umfangreiches Leistungsspektrum, buntes Programm

Genauso umfangreich wie das Leistungsspektrum präsentierte sich die Klinik mit einem bunten Programm. Und es war für jeden etwas dabei. Die Deutsche Rheuma-Liga war mit ihrem Info-Stand ebenso präsent wie die Interessenvertretung für das rheumakranke Kind. Klinik-Mitarbeiterin Nadine Weise informierte rund um das Thema Diabetes, Schwester Gabriele zeigte Müttern oder denen, die es werden wollen, wie Kinder richtig gewickelt werden. Derweilen amüsierten sich der dreijährige Quirin und viele andere Kinder im Innenhof prächtig, als er mit der Drehleiter der Feuerwehr Partenkirchen schwindelnde Höhen erreichte und die Aussicht aufs Gehfeld genoss. Nicht ganz so hoch musste der neunjährige Jakob, der seinen Mut an der Kletterwand bewies. Und während sich zahlreiche Besucher einen Biergartenplatz sicherten und von dort die Eindrücke des Programms sacken ließen, verfolgte der Rheuma-Patient Jakob sichtlich gerührt noch die Späße der Klinik-Clowns „Professor Bommel“ und „Dr. Cheepy".

Klaus Munz

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