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Akrobatik vom Feinsten präsentiert die Rhönrad-Gruppe des TSV 1847 Weilheim unter der Leitung von Sandra Ryschka.

8000 Zuschauer erlebten die Veranstaltung

GaPa-Tattoo 2016: So beeindruckend war das Militärmusikfestival

Garmisch-Partenkirchen - Militärmusik aus Deutschland, Estland, dem Oman und Nordirland in hoher Qualität, präsentiert in exakten Choreografien, dazwischen originelle Sport- und Artistik-Darbietungen, gekonnte Moderationen und eine kleine Tambourmajorin, die zum Publikumsliebling wurde – das war das GaPa-Tattoo 2016.

Beste Unterhaltung für den guten Zweck durften insgesamt circa 8000 Gäste im Garmisch-Partenkirchner Olympia-Eissportzentrum an zwei Abenden erleben. Zum 11. Mal fand hier das traditionelle internationale Militärmusikfestival unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer statt. Der Erlös fließt in erster Linie auf das Konto des Bundeswehrsozialwerks – vor allem wird die „Aktion Sorgenkind in Bundeswehrfamilien“ unterstützt –, kommt aber auch regionalen Projekten und hiesigen Vereinen zu Gute. Über 200 000 Euro waren bisher zusammengekommen. Der Tenor der verschiedenen Grußworte war darum ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an alle Besucher, die durch den Kauf der Eintrittskarten das Festival erst ermöglichen. Es galt natürlich auch Mitwirkenden und Organisatoren. Erstmals hatte das Bundeswehr-Sozialwerk und in deren Auftrag die Cultus Production, unterstützt durch die Marktgemeinde, die Organisation der Veranstaltung übernommen. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Oberstleutnant Karl Kriner, Chef des hiesigen Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr.

Showeinlagen treffen Nerv des Publikums

Tambourmajore unter sich: Sepp Gillmeyer und Louise Smicon.

Sein Klangkörper gestaltete zusammen mit dem Heeresmusikkorps Hannover (Dirigent Harald Sandmann), dem Luftwaffenmusikkorps Erfurt (Dirigent Oberstleutnant Burkhard Zenglein) und Kindern des Volkstrachtenvereins Werdenfelser Heimat Partenkirchen, die die Fahnen der verschiedenen Länder mitführten, das Entree. Conny Glogger und Winfried Frey, die an diesem Abend nicht nur mit Oldtimer und Kübelwagen, sondern verschiedenen anderen fahrbaren Untersätzen daherkamen, sich sogar ins Rhönrad wagten, moderierten die Veranstaltung in bewährt lockerer und charmanter Art. Das traf den Nerv des Publikums. „Ich habe noch kein Militärmusikfestival versäumt. Diesmal hat das Ganze durch die Show-Darbietungen noch gewonnen“, urteilte Georg Fink.

Die Rhönrad-Gruppe des TSV 1847 Weilheim unter Leitung von Sandra Ryschka verdiente sich dabei ebenso Lorbeeren wie die Motorradstaffel der Polizei Hamburg (Leitung Hauptkommissar Detlef Schöttldreier). Ob gekonntes Turnen in einem rollenden Gerät oder waghalsige Stunts zusammen mit fahrtechnischem Können – das Publikum honorierte die Leistungen mit viel Applaus.

Die Senioren Hans Gallenberger und Heidi Kopp waren vor allem wegen der Blasmusik gekommen. „Ich bin immer wieder von unseren heimischen Ensembles angetan“, lobte Kopp die Partenkirchner Musikkapelle. Sie punktete mit Trommlerzug um Tambourmajor Sepp Gillmeyer und Gebirgsschützen (Gesamtleitung Josef Grasegger) vor allem bei der „Schützenparade“, zu der auch Salutschüsse gehörten.

Großes Finale mit 450 Beteiligten

Gallenberger gehörte zu denen, deren Herz die Tambourmajorin Louise Smicon der „Lisbeg Pipe Band“ aus Nordirland im Sturm erobert hatte. Den Rhythmus im Blut, wirbelte die Achtjährige ihren Stab gekonnt durch die Luft und führte die Dudelsack- und Trommler-Gruppe (Leitung Adrian Somerville) souverän durch die Arena. Exotisch auf andere Art mit Dudelsack-, Rhythmus- und Blasmusik-Arrangements musizierte das Musikkorps des Sultanats Oman (Leitung Brigadier Ramis Juma ‘an Sibiti Al Oweira). Auch optisch eine Augenweide. Auftrittserfahrung und wunderbare Trompetensoli hatten die 40 Mitglieder des „Eesti Kaitseväe Orkester“ (Leitung Lieutenant Colonel Peeter Saan) aus Estland mitgebracht.

GaPa-Tattoo 2016: Die schönsten Bilder des Militärmusikfestivals

Überzeugend, musikalisch vielseitig und mit kleinen Gags präsentierten sich die drei deutschen Militärmusikensembles. Kriner hielt auch beim großen Finale mit circa 450 Beteiligten die Fäden fest in der Hand. „Ich bin sehr begeistert“, urteilte die 17-jährige Anna Lexa nach einem Konzert, das dem Namen Militärmusik-Show voll gerecht wurde.

Margot Schäfer

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