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Der ADAC-Hubschrauber Christoph Murnau findet den Verunglückten.

Schreckliches Unglück

Mann (50) stürzt ab und erfriert

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Garmisch-Partenkirchen - Die Retter konnten einen Mann nur noch tot bergen, der im Blassengebiet bei schlechtem Wetter die Orientierung verloren hatte und abgestürzt war.

Der Blassen im Wettersteingebirge hat wieder ein Todesopfer gefordert. Ein Mann (50) aus Odelzhausen (Landkreis Dachau) konnte am Montagvormittag nur noch tot geborgen werden. Er war nach Angaben eines Sprechers der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen wohl bereits Sonntagnacht abgestürzt und dann erfroren. Der Verunglückte war etwas zehn Meter abgestürzt. Die Verletzungen, die er dabei erlitt, machten es ihm nicht mehr möglich, seine mitgeführte warme Kleidung anzuziehen. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Schneefall und Temperaturen von minus sieben Grad Celsius. „Er war recht gut ausgerüstet, allerdings nicht für ein Biwak“, teilt der Bergretter mit.

Einen Notruf hatte der Mann am Sonntagabend gegen 18.50 Uhr abgesetzt, weil er sich verstiegen und die Orientierung verloren hatte. Wegen der widrigen Witterungsbedingungen und den vagen Angaben, die der 50-Jährige gemacht hatte, sahen sich die die Bergretter nicht in der Lage, zu Fuß aufzusteigen. Auch der SAR-Hubschrauber, der vom Bundeswehrfliegerhorst aus Penzing angefordert worden war, konnte trotz des Einsatzes eines Nachtsichtgeräts nichts ausrichten und musste den Flug wegen des schlechten Wetters abbrechen. Nachdem sich am Montagmorgen die Verhältnisse gebessert hatten, wurden die Suche wieder aufgenommen. Diesmal startete der ADAC-Helikopter Christoph Murnau zu einem Erkundungsflug. Und der führte zum Fund des Odelzhauseners in der Blassenrinne.

Zu Beginn des Jahres waren bereits zwei Bergsteiger, 28 und 33 Jahre alt, im Blassengebiet abgestürzt. Dabei hatte sich der Jüngere, ein US-Amerikaner, lebensgefährlich verletzt; der Ältere, ein Brite, war ums Leben gekommen.

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