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Ein Hindernis: die Schwelle am Kirchweg in Burgrain.

Forderung: Gemeinde soll aktiv werden

Gefährliche Hindernisse in Burgrain

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Burgrain - Alois Schwarzmüller hofft, dass nichts passiert. Denn laut dem Burgrainer gibt es im Garmisch-Partenkirchner Ortsteil viele Gefahrenstellen. 

„Warum muss erst jemand zu Schaden kommen, ehe etwas geändert wird?“, fragt sich Alois Schwärzmüller. Der Rentner aus Burgrain setzt sich seit langem dafür ein, dass die Schwelle am Kirchweg vor der Brücke über den Lahnewiesgraben abgesenkt wird. „Für Rollstuhl-, Radlfahrer und Kinderwagen ist diese Stufe gefährlich, der Bordstein einfach zu hoch.“ Er appelliert an die Gemeinde, aktiv zu werden und die Situation zu verbessern. Denn nicht nur sein Enkel (4) habe immer wieder Probleme, mit seinem hellblauen Kinderfahrrad den Bordstein zu überwinden.

Es ist aber nicht die einzige Stelle im Ort, an der Schwarzmüller Kritik übt. Auch die Treppe im Durchgang zum ehemaligen Burgrainer Geschäftsviertel fällt in diese Kategorie. Wer vom Fußweg von Seiten der Werdenfels Straße kommt, muss zwei Stufen überwinden, um ans Ziel zu gelangen. „Für viele stellt das ein echtes Hindernis dar“, verdeutlicht der besorgte Bürger. Weil im Garmisch-Partenkirchner Ortsteil das Geschäfte-Sterben herrscht, seien zwar die Betroffenen heute nicht mehr mit schweren Einkaufstaschen bepackt, ein Argument kann das aber nicht sein. Denn auch Personen, die mit dem Rad oder Rollator unterwegs oder gehbehindert sind – sie alle kommen auf diesem Weg nicht weiter. Und eine richtige Alternative gibt es nicht. Außer: auf die Hauptstraße zurück und einige hundert Meter Umweg in Kauf nehmen.

Es ist kein neues Anliegen, das Schwarzmüller verfolgt. „Ich habe mich vor vielen Jahren schon für eine Änderung dieses Weges eingesetzt“, sagt der Burgrainer. „Damals gab es hier nur eine Stufe, aus der man dann eben zwei gemacht hat.“ Das war 1988. Aber an eine Rampe, wie sie sinnvoll wäre, habe damals keiner gedacht. Auch er nicht. Das gibt er offen zu. „Das ist ein Fehler gewesen.“

Nun wünscht er sich eine solche – für sich und vor allem für den Ort. „Die Gemeinde ist leichtsinnig, wenn sie hier nicht bald aktiv wird.“ Schwarzmüller verweist auf Garmisch-Partenkirchen, wo viele Hindernisse auf Straßen und Gehwegen beseitigt wurden. „Warum nicht auch bei uns?“ Gleichzeitig ist ihm durchaus bewusst, dass auch in Burgrain in dieser Hinsicht schon einiges besser geworden ist. Deshalb möchte der Einheimische aus der Angelegenheit keine Staatsaffäre machen. Aber die beiden „Schmerzstellen“, die müsste man so schnell als möglich beheben.

Die Gemeinde hat die Bitte aufgenommen. „Der Markt ist grundsätzlich bestrebt, alle denkbaren Stolpersteine Zug um Zug zu entfernen oder zu berichtigen, um zukünftig ortsübergreifend, barrierefreie Verkehrswege zu schaffen“, erklärt der stellvertretende Rathaussprecher Martin Bader. Hierfür stellt die Kommune jedes Jahr „viele Mittel im Haushalt bereit“. Im vergangenen Jahr wurde zum Beispiel im Ortsteil Burgrain die Umgestaltung der Ortseinfahrt für insgesamt 215 000 Euro vorgenommen. Zum einen wurden zwei neue Querungshilfen eingebaut als auch für eine Verkehrsberuhigung neue Mittelinseln auf der Werdenfelser Straße installiert. Zudem gibt es nun zwei barrierefreie Bushaltestellen.

Bader stellt aber auch klar, dass nicht alle erforderlichen Maßnahmen und alle im Ort bestehenden nichtbarrierefreien Stellen zur gleichen Zeit umgesetzt werden können. Das ehemalige Geschäftsviertel in Burgrain ist in diesem Zuge bereits über den Kirchweg barrierefrei erreichbar. Ein solcher Zugang über die Werdenfelser Straße ist für dieses Jahr derzeit nicht geplant. Ebenfalls bestehen noch keine Planungen, den Bordstein vor der Brücke am Kirchweg abzusenken. „Die Hinweise aus der Bevölkerung nehmen wir gerne zur Kenntnis und versuchen, soweit möglich, auch hier zukünftig Abhilfe zu schaffen“. Da kann man nur hoffen, sagt Schwarzmüller, „dass vorher nichts passiert“.  

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