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44 000 Quadratmeter zur Ortsentwicklung: Der Markt will den Abrams-Komplex aus Mitteln des Leifheit-Sondervermögens kaufen. 

Marktgemeinde prüft Möglichkeiten 

Große Pläne mit dem Abrams-Komplex

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Garmisch-Partenkirchen - Wie geht es mit dem Abrams-Kompex weiter, wenn es nicht mehr als Asylbewerber-Unterkunft dient? Die Marktgemeinde hat schon ein Auge auf die Fläche geworfen. 

Flächen sind Mangelware im Ortsbereich von Garmisch-Partenkirchen. Deshalb wirft die Gemeinde auch auf alles begehrliche Blicke, was schon oder in naher Zukunft zur Verfügung steht. Ein solches Areal ist der General-Abrams-Komplex – 44 000 Quadratmeter zwischen Lazarett- und Brauhausstraße am Fuß des Kramers. Noch dient das frühere US-Areal als Unterkunft für Asylbewerber. Der Betrieb, der eigentlich zum 31. Januar auslaufen sollte, „wird mit einer Kapazität von maximal 330 in Abstimmung mit dem Markt auf Bitte der Regierung vom Landratsamt bis zunächst Ende April 2016 fortgesetzt“, heißt es aus München (wir berichteten). Danach spekuliert aber der Markt auf diese Fläche. „Das Abrams-Areal benötigen wir dringend für die weitere Ortsentwicklung“, wird Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) nicht müde zu betonen. „Daher sollte es uns auch zur Verfügung gestellt werden.“

Aktuell wird im Rathaus ein Konzept erarbeitet, was auf dem Gelände im Ortsbereich Garmisch passieren kann. „Anfang März soll es vorliegen“, sagt Meierhofer. Dann werde das Papier an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und den Freistaat eingereicht, „verbunden mit der Bitte, es aus Mitteln der Leifheit-Stiftung zu kaufen“. Nachdem die 57,7 Millionen Euro, die Günter und Ingeborg Leifheit ihrer Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen hinterlassen haben, insbesondere Senioren zugute kommen soll, schwebt der Bürgermeisterin folgende Nutzung vor: ein Bildungszentrum für Kranken-, Kinder- und Altenpflege mit Campus-Charakter und ein Seniorenheim. „Ein Teil der Fläche könnte dann weiter für Asylbewerber zur Verfügung stehen.“

Gelände bietet große Chancen für Ortsentwicklung

Geht dieses Vorhaben auf, werden mit einem Schlag zwei Flächen im Ortsbereich frei. Das Seniorenheim mitten im Ortsbereich, das der Bürgermeisterin zufolge ideal für Sozialwohnungen wäre, und das Areal am Eisstadion, das der Markt bislang für ein Bildungszentrum im Visier hatte. Auf ersteres war die Gemeinde gekommen, nachdem die Betreiber sowieso umbauen müssen, um den neuen Pflegevorschriften gerecht zu werden. Nachdem die Differenz zwischen Um- und Neubau aber nicht besonders hoch ist, „können sie sich den Umzug sehr gut vorstellen“. Die Schule samt Wohnbereich dort zu installieren, entstand, weil die bisher anvisierte Fläche dafür zu klein ist. „Das Bauamt prüft gerade, ob diese Lösung sinnvoll ist“, erklärt Meierhofer. Und wägt Vor- und Nachteile ab. Einer, der für das Gelände zwischen Eisstadion und Bahnhof spricht, ist sicher die Nähe zu den Kliniken im Ort. Allein das dürfe freilich nicht ausschlaggebend sein, betont Meierhofer – zumal gleich an der Burgstraße eine Bushaltestelle zur Verfügung steht.

Was unter diesen Voraussetzungen ihrer Meinung nach etwas zu früh kommt, ist der Antrag der CSU-Fraktion auf Erwerb des Abrams-Komplexes. „Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeit des Erwerbs des Abrams Komplex über eine Finanzierung durch die „Bayerngrund“ zu prüfen und den Marktgemeinderat über das Prüfergebnis zu unterrichten“, lautet der Wunsch der Fraktion, den Vorsitzende Elisabeth Koch zu Papier gebracht hat. Sie geht mit Meierhofer nämlich d’accord, „dass dieses Grundstück für die Ortsentwicklung immense Chancen bietet, welche auch, sofern haushaltstechnisch darstellbar, genutzt werden sollten“. Nachdem auch Koch meint, dass der Freistaat das Abrams weiterhin als Gemeinschaftsunterkunft benötigt, „wären daraus Einkünfte für den Markt auf absehbare Zeit gesichert“.

Argumente, die der Bürgermeisterin einleuchten und die auch sie schon häufig vorgebracht hat. „Dieses Gelände haben wir schon lange auf dem Schirm“, versichert sie. Ehe allerdings die Bayerngrund zum Thema Finanzierung eingeschaltet werden kann, muss ein Nutzungskonzept vorliegen. Und an dem arbeitet die Gemeinde momentan. „Aus der Portokasse sind wir nicht in der Lage, das Grundstück zu kaufen“, sagt Meierhofer. Aus dem Leifheit-Sondervermögen könnte der niedrige zweistellige Millionen-Betrag für das 44 000 Quadratmeter-Areal aber durchaus fließen.

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