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Frauen und Männer mit Ideen: (v. v. l.) Dr. Albert Siepe, Johanna Bittner-Siepe, Robert Allmann, Joseph Jonietz, Lilian Edenhofer, Karin Teufel, Markus Schneider, Stephanie Berger und Ulrike Bittner-Wolf, (h. v. r.) Sepp Kümmerle, Bettina Hobel, Beate Loew-Schneyder, Kerstin Schlotthauer und Susanne Weber.

Überraschungseffekte spielen eine Rolle

„Nacht der Kulturen" für Oktober geplant

Garmisch-Partenkirchen - Es herrscht Aufbruchsstimmung:  Die Kulturschaffenden haben eine „Nacht der Kulturen“ geplant. Erste Ideen gibt es schon. 

Ein Team um Gemeinderat Robert Allmann (SPD), Christian Ruf von GaPa-Tourismus, und Organisator Albert Siepe bemüht sich seit längerem, Kulturschaffende aus der Region zu vernetzen, den Austausch durch regelmäßig stattfindende Kulturstammtische voranzubringen. Jetzt gibt es ein erstes großes, konkretes Vorhaben: eine „Nacht der Kulturen“. Terminiert ist sie für Samstag, 29. Oktober in Garmisch-Parenkirchen. „Kultur für jedermann, grenzübergreifend und völlig kostenlos ist das Ziel“, formulierte Allmann das Anliegen.

Beim jüngsten Treffen der Kulturschaffenden im Aschenbrenner-Museum nahmen die Pläne konkrete Formen an. „13 Locations sind bereits geordert und machen mit“, sagte Ruf. Zahlreiche Kultur- und Kunstschaffende hatten ihre Mitwirkung erklärt oder waren selbst gekommen. Der besondere Reiz, die Anziehungskraft für die Besucher soll darin bestehen, dass die unterschiedlichen Darbietungen und Aktivitäten unter der Überschrift „Kultur trifft Kultur“ in Räumlichkeiten stattfinden, in denen man sie eigentlich nicht erwartet.

So könnte es Schwarzlichttheater im Konzertsaal des Richard-Strauss-Instituts geben, eine gespielte Lesung in den verschiedenen Räumen der Kunstausstellung in der Kurparkvilla, Lichtinstallationen mit Musik in der Kirche, Malaktionen im Fahrradgeschäft oder Doku-Filme in einem leerstehenden Laden. Auch an Tango-Tanz im Museum, offenes Singen in einer Galerie oder musizieren in der Bücherei ist gedacht. „Ich bin doch sehr positiv überrascht, wie viele Aktionen zusammengekommen sind“, sagte Siepe über die Ideen.

Den circa 30 Kulturtreff-Teilnehmern schien es sichtlich Spaß zu machen, den Veranstaltungsmarathon, bei dem die Besucher von einem Ort zum anderen wandern sollen, mit Leben zu erfüllen. Beate Löw-Schneyder (Katholisches Kreisbildungswerk), Stephanie Berger (VHS) und Judith Schenk erklärten sich als Ansprechpartner für die Koordinierung bereit, denn spätestens bis 15. Juni sollen die Pläne konkretere Gestalt angenommen haben. Werbung, Bus-Shuttle, zeitliche Abstimmung, Veranstaltungsplan, gastronomische Versorgung – es bleibt noch eine Menge zu tun, viel ehrenamtliches Engagement ist nötig.

Trotzdem: Es herrscht wieder Aufbruchsstimmung unter den Kulturschaffenden. Und es wird deutlich, wie viel künstlerisches Potenzial die Region zu bieten hat.

Margot Schäfer

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