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Mit Mitarbeitern und Gästen feiert das Klinikum die Eröffnung des neuen Eingangsbereichs.

Neue Magistrale kostet Millionenbetrag

Wohlfühlatmosphäre hat ihren Preis

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Garmisch-Partenkirchen - Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen hat seinen Eingangsbereich von Grund auf neue gestaltet. Die so genannte Magistrale, die die Besucher empfängt, kostete 3,5 Millionen Euro. Landrat Speer nennt sie einen Meilenstein in der Sanierung des Krankenhauses.

Als Bernward Schröter bei seinem ersten Vorstellungsgespräch sein Auto auf dem Parkplatz des Klinikums Garmisch-Partenkirchen abstellte, war sein erster Gedanke: „Hier müsste man was tun.“ Als er den Eingangsbereich betrat, dachte er dasselbe. Der Parkplatz sieht noch genauso aus wie vor ein paar Monaten, das Entrée des Krankhauses hat sich allerdings enorm verändert – sehr zum Vorteil. „Das ist unser gutes Wohnzimmer“, lobt der Geschäftsführer, der erst seit dem 1. November im Amt ist. „Mit dem, was da entstanden ist, habe ich nichts zu tun. Das haben noch meine Vorgänger angestoßen und verwirklicht. Und es ist außerordentlich gut gelungen.“ Magistrale nennt das Krankenhaus diese Wandelhalle, die als Hauptverkehrslinie zu den einzelnen Stationen und Bereichen dienen soll. Bisher glaubte man häufig, sich in einem Irrgarten zu befinden.

Wer jetzt das Klinikum betritt, der wird es zunächst einmal mit offenem Mund tun – staunend. Er betritt eine hohe luftige Halle mit Steinboden, an dessen Seiten Säulen aus Holz stehen, in der Mitte unterbrochen von Milchglas, in dem Leuchtmittel den Eindruck von fallendem Schnee vermitteln. Im Sommer sollen Sonnenstrahlen Patienten und Besucher in eine angenehme Stimmung versetzen. „Die ist in einem Krankenhaus wichtig – für Patienten und Mitarbeiter“, sagt der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher.

Die Wohlfühlatmosphäre hat ihren Preis. Als Kosten nennt Schröter „3,5 Millionen Euro“. Was Kritiker ganz schön überteuert finden, weil sie keinen medizinischen Nutzen sehen. Auch Schröter musste ein paar Mal schlucken, als er diese Zahl hörte. Die Erklärung, warum die Magistrale so ins Geld gegangen ist, konnte er allerdings akzeptieren. „Das Teure ist die Technik, die im Boden und in den Wänden verbaut wurde“, sagt er.

Als „Meilenstein“ in der jahrzehntelangen Sanierung des Klinikums bezeichnet Landrat Anton Speer (Freie Wähler) die neue Hauptverkehrsader. Mit der gestrigen Eröffnung ist auch die Modernisierung des alten Bettenhauses, der Bauabschnitt sieben, so gut wie abgeschlossen. Und es bleibt nicht mehr so viel zu tun, bis das Klinikum in völlig neuem Glanz erstrahlt. Die nächsten Projekte sind Dr. Allescher zufolge der Einbau einer neuen Küche und der Umbau der Notaufnahme. Der hätte schon längst in Angriff genommen sein sollen, doch verzögerte sich dieses Projekt wegen des G7-Gipfels. „Wir wussten ja nicht, was alles passiert“, so Allescher.

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