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Benötigt eine Frischzellenkur: das Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. 

Bund gewährt Förderung

Olympia-Skistadion: Zwei Millionen Euro für die Sanierung

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Garmisch-Partenkirchen - Gute Nachrichten für die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen: Der Bund gewährt eine ordentliche Finanzspritze für die Sanierung des Skistadions. 

Unverhofft kommt nicht so oft. Gestern ist einer dieser seltenen Fälle eingetreten. Im Rathaus der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen ging ein Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein, mit dem in dieser Form und zum jetzigen Zeitpunkt niemand gerechnet hatte – selbst Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) nicht. Ministerin Barbara Hendricks (SPD) teilt in dem Papier mit, dass die Marktgemeinde 2,1 Millionen Euro für die Sanierung des Olympia-Skistadions erhält. Insgesamt schüttet der Bund 140 Millionen Euro für 56 Infrastrukturprojekte in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur deutschlandweit aus. „Diese wunderbare Nachricht verleiht uns erheblichen Rückenwind, da wir alleine die Sanierung des denkmalgeschützten Skistadions niemals stemmen könnten. Damit können wir durchstarten, um unser neues Betriebskonzept weiter zu entwickeln und das jährliche Defizit von über einer halben Million Euro dauerhaft zu senken“ sagt Meierhofer.

Es ist eine satte Finanzspritze, um das marode Erbe der Olympischen Winterspiele 1936 in einen Zustand zu versetzen, der dieser historischen Stätte gerecht wird. Anders als das Olympiastadion in Berlin, das zwischen 2000 und 2004 aufwändig mit 242 Millionen Euro saniert wurde, wovon 196 Millionen der Bund beisteuerte, befindet sich die Anlage am Gudiberg schon immer in der Verantwortung der Marktgemeinde. Die musste in der Vergangenheit stets für den Unterhalt aufkommen.

Dass der Bund helfen will, hatte sich bereits Mitte des vergangenen Jahres abgezeichnet – direkt nach dem G7-Gipfel. Den direkten Zusammenhang mit dem Treffen der sieben wichtigsten Staats- und Regierungschefs der westlichen Welt am 7./8. Juni auf Schloss Elmau weigert man sich im Garmisch-Partenkirchner Rathaus herzustellen – auch wenn alles darauf hindeutet, dass der Ort, der die meiste Last des Gipfel tragen musste, mit einem Zuckerl bedacht wird. „Das wird nie jemand sagen“, erklärt Sprecher Florian Nöbauer. Das Wohlwollen in Sachen Skistadion besteht allerdings seit diesem Zeitpunkt. Im Juni 2015 hatte Meierhofer aus München von der Staatsregierung Signale erhalten hatte, dass man die Sanierung des Skistadion großzügig unterstützen wolle.

Geholfen hat sicherlich auch ein Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Florian Pronold, der dasselbe Parteibuch besitzt wie Meierhofer. Pronold, gleichzeitig auch bayerischer SPD-Chef, hatte im vergangenen Jahr das Olympia-Skistadion besichtigt. „Er hat die Notwendigkeit erkannt und sich mit großem Engagement für diese erhebliche Unterstützung durch den Bund stark gemacht“, lobt Meierhofer ihren Parteifreund.

Im Investitionsprogramm des Haushaltsentwurfs für 2016 hat Meierhofer für die Maßnahmen im Skistadion für die Jahre 2017 und 2018, über das der Gemeinderat am 15. März abstimmen wird, 3,6 Millionen Euro vorgesehen. Die Bürgermeisterin hatte allerdings stets klar gemacht, dass ohne eine Förderung durch den Bund dieses Projekt auf Eis gelegt werden würde. Das passiert nun nicht.

Jetzt kann man im Rathaus daran gehen, ein stimmiges Konzept zu entwickeln, um das Skistadion zu vermarkten und dadurch die Kosten zu minimieren. Derzeit befindet sich Meierhofer in Gesprächen mit Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen, der zurzeit die Nutzungsrechte für die Anlage besitzt.

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