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Dieser Funkmast soll auf einem Haus an der Törlenstraße angebracht werden. 

Reaktion auf Empfehlung eines Fachantwalts

Protest gegen Telekom-Pläne: Gutachten in Auftrag gegeben

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Garmisch-Partenkirchen - Die Anwohner sind gegen den geplanten Telekom-Masten auf einem Haus an der Törlenstraße. Der Bauausschuss hatte das Vorhaben ebenso bereits abgelehnt. Zu früh. Jetzt gibt er ein Gutachten in Auftrag. 

Die Anwohner, die rund um das Haus Törlenstraße 24 - 26 leben, auf dem die Deutsche Telekom einen Funkmast errichten möchte, dürfen wieder hoffen, dass ihrProtest doch erfolgreich ist und die Mobilfunkanlage verhindert werden kann. Der Bauausschuss des Garmisch-Partenkirchner Gemeinderats beschloss in seiner Sitzung am Montag, eine sogenannte orientierende technische Untersuchung in Auftrag zu geben. Er folgte damit einer Empfehlung von Frank Sommer (München), der seit 15 Jahren als Fachanwalt im Bereich Mobilfunk arbeitet und der schon die Gemeinde Uffing erfolgreich beraten hat.

In einem Vortrag brachte Sommer die Kommunalpolitiker inklusive der Bauamts-Führungsspitze mit Jörg Hahn und Markus Gehrle-Neff auf den neuesten Stand, welche Möglichkeiten eine Gemeinde hat. Das Baurecht nannte er „ungeeignet, um sich querzulegen“. Vor allem Claus Gefrörer (CSU) machte sich für die orientierende technische Untersuchung stark, die zum Beispiel des Umweltinstitut München vornimmt. Er forderte dazu auf, diesen Weg zu gehen und „gleichzeitig den Dialog mit dem Betreiber zu suchen. Einfach nur zu kapitulieren, ist nicht das, was mir schmeckt“.

Ein Thema waren auch die Kosten, die für dieses Gutachten anfallen. Sommer nannte eine Summe im unteren fünfstelligen Bereich. Zwar mussten einige Gemeinderäte und Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) bei dieser Zahl schlucken, rangen sich aber einstimmig dazu durch, die Untersuchung in Auftrag zu geben. Die Anwohner der Törlenstraße, die erneut zahlreich im Besprechungszimmer im zweiten Stock des Rathauses vertreten waren, spendeten den Volksvertretern zum zweiten Mal Applaus. Beifallsbekunden hatte es schon einmal am 24. Oktober gegeben. Damals hatte der Bauausschuss ebenfalls einstimmig das Errichten des Funkmasten – vielleicht etwas voreilig, wie sich jetzt herausstellte – abgelehnt. 

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