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Zwei große Künstler: Richard Strauss (r.) und Hugo von Hofmannsthal.

Kritik an der Staatsregierung

Salami-Taktik für Richard Strauss

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Garmisch-Partenkirchen - Die Landtagsabgeordneten Florian Streibl (Freie Wähler) und Markus Rinderspacher (SPD) kritisieren die Zuschusspolitik der Staatsregierung: Das ist "dem großen bayerischen Künstler nicht würdig".

Florian Streibl setzt sich für das Richard-Strauss-Festival ein.

Richard Strauss ist der wohl bedeutendste in Bayern gebürtige Komponist von Welt-rang – diese Einschätzung erfährt Florian Streibl, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, aus dem Kunstministerium. Was den Oberammergauer freut, ist die Tatsache, dass der Stellenwert dieses Künstlers endlich anerkannt wird. Enttäuschend findet er allerdings, „die förderpolitische Salami-Taktik der Staatsregierung. Das ist der Bedeutung des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen nicht würdig“. Damit spielt der Oberammergauer auf die zusätzlichen 30 000 Euro an, die der Freistaat in diesem Jahr für die Veranstaltungsreihe bereitstellt. Einwöchige, hochkarätig besetzte Festspiele, die Kammersängerin Brigitte Fassbaender künstlerisch leitet und die dem Land nun 70 000 Euro wert sind (wir berichteten).

Diese „bescheidene Zuschusserhöhung“ dürfe nicht das letzte Wort sein, mahnt Streibl. „Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ Um die Pflege des Strauss-Erbes nachhaltig zu sichern, hatte er eine Erhöhung des Zuschusses auf mindestens 100 000 Euro gefordert. Ein Ansinnen, mit dem er heuer scheiterte. Im Raum steht derweil: „Die Bayerische Staatsregierung hat die Absicht, auch künftig das Richard-Strauss-Festival nachhaltig zu unterstützen. In welcher Höhe dies finanziell ab 2017 möglich sein wird, bleibt den laufenden Haushaltsverhandlungen für den Doppelhaushalt 2017/18 vorbehalten.“ Für Streibl sind dies jedoch „nebulöse Ankündigungen“, die angesichts der bevorstehenden Debatte über die Zukunft der Reihe im Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat wenig helfen.

Nachdem aber Vertreter der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen im Maximilianeum seine Einschätzung teilen, ist seine Hoffnung groß, „dass wir mit vereinten Kräften die CSU zum Jagen treiben“. Sicher ist, dass Streibl nicht locker lässt, um den großen Bayern Strauss endlich angemessen zu würdigen.

Schützenhilfe erhält er dabei von Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag: „Die Kulturschaffenden vor Ort, die ein hochkarätiges Festival auf die Beine stellen, sollten sich nicht entmutigen lassen.“ Auch er will weiter dafür kämpfen, dass die Zuschüsse deutlich erhöht werden. Zwar freut ihn, dass nach 1999 endlich die Mittel fürs Strauss-Institut von 125 000 auf 160 000 Euro – „das ist zwar noch nicht mal der Inflationsausgleich“ – angehoben werden, aber der Beitrag für die Reihe sei in dieser Höhe nicht nachvollziehbar. Der Freistaat „wird seiner kulturpolitischen Verantwortung für diesen großen bayerischen Komponisten nicht gerecht“.

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