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Der Bereich zwischen Hauptstraße und St.-Andreas-Kirche (hier der Gernweg) soll schöner werden.

Debatte ums künftige Ortsbild

Straßenbreite scheidet die Geister

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Farchant - Der Umbau des Bereichs zwischen Hauptstraße und St.-Andreas-Kirche in Farchant sorgt für Diskussion im Gemeinderat. Vor allem die vorgesehene Straßenbreite von 4,50 Metern stößt auf Kritik.

Eigentlich schien alles klar. Die Pläne liegen vor, die Anlieger sind informiert. Und doch gaben sich einige Farchanter Gemeinderäte nicht mit dem zufrieden, was ihnen Bauamtsleiter Michael Rauch während der Sitzung präsentierte. Worüber sich freilich alle einig sind, ist der Sinn der Umgestaltung des Bereichs zwischen Hauptstraße und St.-Andreas-Kirche. Im Rahmen der Städtebauförderung fließt viel Geld, um diesen Teil des Dorfs ähnlich wie das Gebiet um die Bahnhofstraße aufzuwerten. Was allerdings noch einmal überdacht werden muss, das zeigte die intensive Diskussion im Gremium, ist die künftige Straßenbreite.

Auf das Problem, das bei den anvisierten 4,50 Metern auftreten könnte, machte Anton Klöck (CSU) seine Gemeinderatskollegen aufmerksam. „Das ist bei landwirtschaftlichem Verkehr sehr knapp bemessen.“ Dazu komme, dass die Bäume, die in diesem Bereich neu gepflanzt werden sollen, teilweise sehr nah am Kreuzungsbereich stehen, ergänzte Zweiter Bürgermeister Johann Schmid (CSU). „Inwieweit wurden hier Fahrversuche gemacht?“ Eine Frage, die niemand beantworten konnte. Dabei sah Schmid auch hier Schwierigkeiten, mit landwirtschaftlichen Maschinen abzubiegen. Allerdings, wandte Monika Ott (SPD) ein, dürfe man die im Plan eingezeichneten Bäume nicht 1:1 auf das übertragen, was tatsächlich entsteht.

Hintergrund der Umgestaltung ist, Fußgängern und Radlern mehr Raum zu geben und Autofahrer auszubremsen. Das heißt, wer mit einem Pkw oder größeren Fahrzeugen im Dorfzentrum unterwegs ist, soll Rücksicht nehmen und vor allem langsam fahren. Deshalb plädierte Claus Walcher (CSU) für eine Einbahnregelung am Gernweg. „Wenn jemand vor dem Bäcker parkt, funktioniert dass nicht mit Begegnungsverkehr.“ Auf diese Debatte mochte sich Bürgermeister Martin Wohlketzetter (SPD) aber gar nicht einlassen. „Das ist eine reine Schilderfrage, jetzt wird erst einmal gebaut. Danach kann die Verkehrsführung diskutiert werden.“

Eine Reihenfolge, die Gerhard Portele (Freie Wähler) wenig überzeugte. „Die Sichtverhältnisse sind gerade in diesem Bereich nicht vernünftig“, unterstrich er. Daher liege Walcher mit seiner Einschätzung völlig richtig: „Das funktioniert nur mit einer Einbahnstraße, die schon jetzt in die Planung einfließen zu lassen, wäre mir lieber.“

Um diese Fragen zu klären, sei es unerlässlich, Vertreter der Polizei und des Landratsamts ins Boot zu holen, unterstrich Wohlketzetter. „Außerdem müssen wir die Wünsche der Anlieger berücksichtigen.“ Ein Verfahren, vor dem er sich keinesfalls sträubt, „Jetzt im Bauentwurf ist es aber nicht erforderlich“.

Was derweil durchaus im Vorfeld noch geklärt werden soll, ist die künftige Straßenbreite in Hinblick auf landwirtschaftliche Fahrzeuge. Unter dieser Prämisse segneten die Gemeinderäte die Werkplanung für den ersten Bauabschnitt am Gernweg einstimmig ab.

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