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Ende 2015 hat Arnd Hansen das BRK Garmisch-Partenkirchen als Geschäftsführer verlassen. Das wirkt sich nun auf das Engagement des Roten Kreuzes aus. 

Neue Träger: BRK beendet Engagement im Lankreis

Condrobs übernimmt Sozialarbeit an Schulen

Garmisch-Partenkirchen – Das Bayerische Rote Kreuz beendet sein Engagement im Bereich der Schulsozialarbeit im Landkreis. Dafür springt die Suchtberatungsstelle Condrobs ein. Auf die Mitarbeiter soll dies keine Auswirkungen haben. 

Jugendsozialarbeit wird an Schulen immer wichtiger. Dies trifft auch auf den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu, der an vielen Bildungseinrichtungen bereits Jugendsozialarbeiter einsetzt. In diesem Bereich gibt es ab dem 1. Januar 2017 eine Änderung: Sozialarbeiter, die an Schulen in Farchant, Burgrain, Oberammergau und Murnau arbeiten, haben ab diesen Zeitpunkt nämlich einen neuen Träger. Nicht mehr das Bayerische Rote Kreuz (BRK) wird diese Aufgabe übernehmen, sondern die Suchtberatungsstelle Condrobs. Dies wurde im Jugendhilfeausschuss in Garmisch-Partenkirchen bekannt. „Das BRK hat entschieden, sein Engagement in diesem Bereich nicht fortführen zu wollen“, erklärt Stephan Scharf, Pressesprecher des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen.

Ohne Arnd Hansen fehlt es offenbar an Know-How

Auch Franz Manghofer, Kommissarischer Kreisgeschäftsführer des BRK in Garmisch-Partenkirchen, bestätigt den Wechsel. Dieser habe mit dem Abschied des ehemaligen Geschäftsführers Arnd Hansen zu tun, der Ende 2015 das Haus verlassen hatte. „Aus persönlichen Gründen“, hieß es damals. Mit dem Verlust von Hansen, der studierter Sozialpädagoge ist, fehle es an „Know-How“ für diese Aufgabe. Man entschied sich deshalb dafür, die JaS-Stellen abzugeben.

Scharf zufolge hat sich Condrobs für diese Aufgabe beim Landratsamt beworben. Im „Einvernehmen aller Parteien“ wurde der Wechsel festgelegt. Damit besteht nun eine Kooperation mit der Regierung von Oberbayern, dem Landkreis und der Suchtberatungsstelle. Zehn Prozent der Kosten für die JaS-Stellen übernimmt Condrobs. Personell und inhaltlich habe der Wechsel jedoch „keine Auswirkungen“. Alle Angestellten werden übernommen.

Sozialarbeiter kommen nun in Teamsitzungen zusammen

Dies bestätigt auch Condrobs-Einrichtungsleiterin Dr. Elisabeth Celler. Man freue sich über die neue Aufgabe. Das Thema Jugendhilfeplanung sei das „Kerngeschäft“ der Einrichtung. Immerhin wurde diese in den 1970er Jahren von Eltern drogensüchtiger Kinder gegründet. Neu ist, dass die Sozialarbeiter in Supervisionen und Teamsitzungen zusammenkommen und sich dabei austauschen können. 

Magdalena Kratzer

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