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Wie lange gibt es das Traditionsgeschäft Zitzmann Spielzeugland in Garmisch-Partenkirchen noch?

Finanzausschuss lehnt Antrag auf Verlängerung des Mietvertrags ab

Zitzmann Spielzeugland: Tiefschlag im Überlebenskampf

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Garmisch-Partenkirchen - War das das Ende von Zitzmann Spielzeugland in Garmisch-Partenkirchen? Den nächsten Tiefschlag im Kampf um den Erhalt seines Geschäfts musste Inhaber Max Zitzmann nun einstecken.

Max Zitzmann kämpft um sein Geschäft.

Der Finanzausschuss der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen hat Zitzmanns Antrag, den Mietvertrag für das Gebäude am Richard-Strauss-Platz 2 bis zum 31. Dezember 2017 zu verlängern, abgelehnt. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), die dem Unternehmer diese Gnadenfrist gewähren wollte, wurde überstimmt. „Ich bin mit meinen Argumenten bei den anderen Mitgliedern nicht durchgedrungen“, sagt Meierhofer. Die Rathaus-Chef versuchte den Angehörigen des Ausschusses klar zu machen, dass der anvisierte Umzug von GaPa-Tourismus in jene Räume, in denen Zitzmann derzeit sein Spielzeuggeschäft betreibt, von vielen Unwägbarkeiten abhängt. „Bis Sommer bewegen wir uns, was den Umbau des Kongresshauses angeht, im hypothetischen Raum“, meint die Rathaus-Chefin. Die Mehrheit sah das anders. 

Die Frage, wie den das Abstimmungsergebnis ausgefallen sei, wollte sie nicht beantworten. „Die Sitzung war nichtöffentlich.“ Kolportiert wird indes, dass von den zwölf Gemeinderäten, die im Finanzausschuss sitzen, nur drei pro Zitzmann votiert haben sollen. Den informierte Meierhofer am Donnerstagabend über das Ergebnis. Der 57-Jährige, dessen Geschäft seit 70 Jahren besteht – gegründet von seinem Vater Max Zitzmann senior – ist am Boden zerstört. „Wir sind alle geschockt und erschüttert. Jetzt sind endgültig dunkle Wolken aufgezogen. Nun gibt es nur noch wenig Hoffnung.“ Aufgeben ist seine Sache allerdings nicht. Zitzmann will noch einmal alle Hebel in Bewegung setzen. Er hat Landrat Anton Speer (Freie Wähler) um Hilfe gebeten und möchte versuchen, seine Angelegenheit in den Gemeinderat zu bringen. Gelingt dies nicht, muss er am 31. Dezember 2016 das Gebäude besenrein übergeben. Dann sieht er sich gezwungen, in naher Zukunft Teilen seiner Belegschaft zu kündigen, von denen einige seit mehr als 30 Jahren bei ihm beschäftigt sind. Er fürchtet, dass viele in der Arbeitslosigkeit landen. Auch seinen Betrieb muss er dann langsam beginnen zu liquidieren. „Eigentlich hatte ich vor, schon jetzt Ware für das nächste Weihnachtsgeschäft zu ordern.“

Zitzmann kämpft – die Angestellten auch. Amanda Storck, so etwas wie die Sprecherin der Belegschaft, hat eine Unterschriftenaktion initiiert.

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