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Eindrucksvoll: (v. l.) Alice, Sarah, Elena und Lucia Serve faszinieren überzeugen mit ihren Stimmen.

Musikkapelle Garmisch 

Überraschendes und Bewährtes beim Weihnachtskonzert

Garmisch-Partenkirchen - Mit einem prächtigen Programm hat die Musikkapelle Garmisch ihr Konzert zu den Festtagen gestaltet. Dazu gehörten beeindruckende Auftritte, die man so nicht erwartet hätte.

Es hat eine jahrzehntelange erfolgreiche Tradition: Darum blieb auch beim heurigen Weihnachtskonzert der Garmischer Musikkapelle im Festsaal des Kongresshauses kein Platz frei. Es hat es sich längst herumgesprochen, dass die 50 Mitglieder der Bläsertruppe unter ihrem Dirigenten Leszek Zebura bei diesem Anlass jedes Mal mit einem besonders prächtigen Festtags-Programm aufwarten. Dazu passte Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“ – besser bekannt als Eurovisionsmelodie aus dem Fernsehen – zum Auftakt sehr gut.

Zuvor hatte Orchester-Vorsitzender Matthias Millian daran erinnert, dass das Ensemble heuer sein 220-jährigen Bestehen gefeiert hat. Aus diesem Anlass ist für den 1. Mai 2017 ein Konzert geplant. Das findet im Vereinsheim statt. „Nach wie vor sind wir auf unser vor zehn Jahren erbautes eigenes ,Haus der Musik‘ am Hausberg stolz“, sagte Millian. Dort soll im September dann auch ein Tag der offenen Tür stattfinden.

Wie wertvoll das Engagement des Blasorchesters auch bei touristischen Veranstaltungen ist, unterstrich Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) in ihren Grußworten. „Für das kommende Jahr 2017 Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und uns allen Frieden, denn wie kostbar Letzterer ist, wurde uns in den vergangenen Monaten und Wochen eindrucksvoll vor Augen geführt“, sagte sie.

Werner Furtner, der bis 2012 das Weihnachtskonzert moderiert hatte, sprang heuer für den erkrankten Harald Helfrich nochmals ein. Er führte mit kurzweiligen G’schichterl’n sowie viel Humor und Hintergrundwissen durch ein gleichermaßen vielfältiges wie musikalisch anspruchsvolles Programm. Dazu gehörten Ausschnitte aus Peter Tschaikowskis Nussknacker-Suite.

Eher ungewöhnlich für eine Blaskapelle: Mit Alice, Elena, Lucia und Sarah Serve trugen vier vortrefflich singende junge Garmischerinnen die traditionellen Lieder „Der Heiland ist geboren“ und „Still o Himmel“ vor. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der beiden jungen Trompeter Anton und Korbinian Gröbl, die zwei Volksweisen präsentierten – unter anderem den Glockenjodler. Hohes solistisches Können bot auch Markus Stimpfle, der mit „The Power of Love“ begeisterte – und das auf der Solo-Tuba. „White Christmas“ von Irving Berlin, anschließend eine wunderschön getragene Volksweise, dargeboten von den fünf Bläsern Maren und Oliver Höhn, Hans Korber, Peter Lukaszyk und Markus Stimpfle sowie eine Romanze von Frédéric Chopin beschlossen ein Weihnachtskonzert, das man so schnell nicht vergessen wird.

Die hoffentlich gut geflossenen Spenden dienen, erklärte Kapellen-Vorsitzender Millian, der Jugendarbeit: „Denn es ist unsere wichtigste Aufgabe, der nächsten Generation die Traditionen, die Kultur und das Brauchtum des Werdenfelser Landes weiterzugeben.“

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