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Mit einer Säge hat der Täter das Jesuskind traktiert. Auch den Arm hat er abgerissen.

Jesuskind massiv beschädigt

Vandalismus an der Kriegerkapelle

Garmisch-Partenkirchen - Die Kriegergedächtniskapelle am Kramer wurde erneut Opfer von Vandalen. Unter anderem haben die Täter die Marienfigur mit Jesuskind, erheblich beschädigt. 

Zehn Jahre ist’s schon her. Und doch dürften viele Einheimische die Szene noch genau vor Augen haben: Vandalen hatten Gedenktafeln in der Kriegergedächtniskapelle am Kramer geschändet, hatten das Fresko von Sebastian Pfeffer mit Schmierereien verunstaltet. Ein Schock für viele Angehörige, denen nur dieser Ort bleibt, um der gefallenen Soldaten zu gedenken. Nun wurde die Kapelle, genauer gesagt die Marienfigur mit Jesuskind, erneut erheblich beschädigt.

Wie die Polizei mitteilt, hat ein zunächst unbekannter Täter in der Zeit zwischen Montag, 18.30 Uhr, und Dienstag, 10 Uhr, zunächst versucht, das Jesuskind mittels Säge von der Marienfigur zu lösen. Dabei schnitt der Täter etwa 20 Zentimeter in die Figur hinein und brach zudem den Arm des Jesuskindes ab. Der Schaden beläuft sich auf circa 500 Euro. Am Dienstag gegen 13 Uhr meldeten sich einheimische Hirten bei der Polizei. Sie hätten an der Kriegergedächtniskapelle etwas Verdächtiges gesehen: Ein Mann hatte offenbar versucht, ein Ahnenbild von der Kapelle zu entwenden.

Sofort machten sich die Beamten der Inspektion Garmisch-Partenkirchen auf den Weg. Noch am Tatort nahmen sie den Verdächtigen fest, einen 43-Jährigen, der in Garmisch-Partenkirchen wohnt. Bei seiner Vernehmung gab der geistig verwirrte Mann die Sachbeschädigungen an der Marienfigur und mehrere Diebstähle aus den vergangenen Tagen an der Kapelle zu. In seiner Wohnung stellte die Polizei daraufhin zwei entwendete Ahnentafeln sicher.

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