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Fiebert dem Neubau entgegen: Ronald Kühn zeigt Pläne und das Modell des Wohnheims.

Zwischenstand der Tagblatt-Spendenaktion

Verwurzelt in der Bevölkerung

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Garmisch-Partenkirchen - Spendenaktion für ein neues Behinderten-Wohnheim: Tagblatt-Leser haben bereits 57 672 Euro zu Gunsten der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe überwiesen. Konten bleiben geöffnet.

Ronald Kühn fehlen die Worte. Erst einmal. Sprachlos ist er angesichts von knapp 58 000 Euro, die bereits auf den Spendenkonten der Weihnachtsaktion des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts und der Bürgerstiftung Mehrwert eingegangen sind. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft“, sagt der Geschäftsführer der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe (KJE). Diese Summe „ist gigantisch“. Und belege die enorme Verbundenheit der Bevölkerung im Landkreis mit der KJE und ihren Einrichtungen. Nach den Werdenfelser Werkstätten und dem Integrations-Kindergarten gilt es jetzt, gemeinsam den Neubau eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung zu stemmen. 3,7 Millionen Euro kostet das Vorhaben an der Dompfaffstraße in Garmisch-Partenkirchen. Davon muss der Verein 1,2 Millionen Euro aus eigener Kraft aufbringen und wird dabei von den Tagblatt-Lesern kräftig unterstützt.

Von der Resonanz auf die Spendenaktion ist auch Ulrich Willburger, Vorsitzender der Bürgerstiftung Mehrwert, begeistert. „Großartig, wie viel schon eingegangen ist.“ Er und Kühn heben neben der Großzügigkeit der Leser auch das Engagement der Paten hervor, die die Aktion kräftig mitangekurbelt haben. Nachdem die Spenden weiterhin fließen, bleiben die Konten in diesem Jahr bis Ende Januar geöffnet. „Deshalb hoffe ich, dass noch einiges zu dieser Summe dazukommt“, sagt Willburger. Schließlich sei der Betrag, den die KJE schultern muss, gewaltig. „Jeder Euro, den wir dem Verein abnehmen können, ist eine Erleichterung.“

Wie richtig er mit dieser Einschätzung liegt, bestätigt Kühn. „Es ist schön, dass die Aktion noch etwas weiterläuft und so zusätzlich Spenden eingehen können.“ Er, seine Mitarbeiter und vor allem acht Bewohner fiebern dem Neubau gespannt entgegen. Nachdem das Haus an der Kanker nicht mehr den Standards für Behinderten-Wohnheime entspricht, muss dieses Projekt nun realisiert werden. Neben den Frauen und Männern, die von dort an die Dompfaffstraße umziehen „und schon ganz aufgeregt sind“, finden 16 weitere dort ein neues Zuhause.

Der Bauausschuss hat bereits grünes Licht gegeben. Die schriftliche Genehmigung liegt Kühn allerdings noch nicht vor. Die Fachplaner „arbeiten trotzdem schon eifrig an den Details“. Und auch die Ausschreibungen für Roh- und Erdbau, Sanitär, Elektrik et cetera werden mit Hochdruck vorbereitet, schließlich sollen sie Anfang April rausgehen. Den Spatenstich setzt der KJE-Geschäftsführer für Ende April an, den tatsächlichen Baubeginn für Ende Juni. Nachdem das Gebäude großteils aus Holzfertigelementen errichtet wird, hält Kühn das Richtfest im November für realistisch. „Läuft dann alles perfekt, steht einem Einzug im Herbst 2017 nichts im Weg.“ Aussichten, die nicht nur die acht Bewohner, sondern auch ihn zum Strahlen bringen.

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