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Umzingelt von Rat Finks: Nic Nagel bereitet in der Halle am Hagenrainweg alles für seine Ausstellung vor.

Ein Rat Fink pro Woche

Im Bann der grünen Ratte

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Garmisch-Partenkirchen - Nic Nagel präsentiert seine Bilder und diverse Sammelobjekte vom Rat Fink in einer  großen Ausstellung.

Blutunterlaufene, hervortretende Augen, jede Menge spitze Zähne und ein dreckiges Grinsen – das macht den Rat Fink aus. Die fiese Ratte entwickelte Ed „Big Daddy“ Roth in den 1950er Jahren als Gegenstück zur braven Mickey Mouse und traf damit vor allem den Nerv der Kustom-Kulture-Szene. Also der Menschen, die ihre ganze Leidenschaft darauf verwenden, Autos und Motorräder umzubauen und zu veredeln. Einer von ihnen ist Nic Nagel. Schon lange sammelt er alles, was er über den knallgrünen Rebellen findet. Nachdem der Garmisch-Partenkirchner zudem seit seiner Lehre zum Siebdrucker und Schriftsetzer jede freie Minute zum Malen und Zeichnen nutzt, lag nahe, sich auch an der Figur zu versuchen. „Erst habe ich ihn nur kopiert, dann weiterentwickelt und in die heutige Zeit versetzt“, erzählt der Inhaber der Werbeagentur Nagel.

Daraus entwickelte er sein Projekt für 2015: „Jede Woche einen Rat Fink zu malen“, erklärt der Grafiker. „Natürlich habe ich immer geschaut, ob sich ein aktuelles Thema anbietet.“ Und so sind neben Feiertagen auch der G7-Gipfel in Schloss Elmau und die verheerenden Terroranschläge in Paris in seine Bilder eingeflossen. Das Ergebnis und zahlreiche weitere Objekte wie Helme, Tanks, eine Vespa und einen Hot Rod, einen umgebauten Oldtimer, sowie diverse Sammlerobjekte präsentiert er nun einer breiten Öffentlichkeit. Die Ausstellung in der Halle, die früher als Lagerfläche für Gemüse Stimmer diente, am Hagenrainweg wird am morgigen Samstag um 19 Uhr eröffnet. Am Sonntag, 3. April, können die gut 150 Stücke dann von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden.

Dass er mit der Ratte arbeitet, geschieht mit dem Segen von Roth’ Witwe. „Sie hat mir geschrieben und ich habe mit ihr in Amerika bei einem Hot-Rod-Treffen gesprochen“, sagt der Künstler. „Ihr gefällt meine Art zu zeichnen. Das zu hören, war der Hammer, ein großes Kompliment.“ Und so kann er seinen grünen Rebellen weiter verwenden, diverse Objekte mit ihm aufpeppen – immer mit dem Verweis auf den Vater des Rat Finks, Ed Roth, versehen.

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