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Gut gefülltes Zelt: Auch in diesem Jahr zog die Garmischer Festwoche am Wittelsbacher Park viele Besucher an.

Rundum positive Bilanz

Garmischer Festwoche: Brave Gäste, gute Stimmung

Garmisch-Partenkirchen - Neun stimmungsvolle Tage am Wittelsbacher Park sind vorbei – Volkstrachtenverein, Polizei und Festwirt zufrieden

Man hört Christian Rufs Stimme an, dass er die letzten Tage spät ins Bett gegangen ist. Müde klingt er. Etwas erschöpft. Aber auch glücklich. Neun Tage Garmischer Festwoche liegen hinter ihm. Jetzt stehen noch die Aufräumarbeiten am Wittelsbacher Platz an, dann ist es geschafft. Der Vorsitzende des Garmischer Volkstrachtenvereins blickt zufrieden auf die vergangene Woche zurück. „Heuer lief alles wunderbar“, sagt Ruf und lacht. „Das Zelt war sehr gut besucht. Alles war friedlich.“

Die vielen Bierzelt-Gäste haben das traditionelle Programm mit Freude angenommen. Ein besonderer Höhepunkt war für den Trachtler-Chef der erste Sonntag der Festwoche, an dem das 120-jährige Jubiläum des Trachtenvereins und der Gaujugendtag gefeiert wurden. Die gesamte Oberländer Trachtenvereinigung rückte an diesem Tag aus. „Wir hatten mit dem Wetter ein Riesenglück“, betont Ruf: „Beim Umzug hat es nicht geregnet.“ Auch die Heimatabende im Zelt sind bei den Besuchern gut angekommen. Am Tag der Betriebe waren die meisten Tische reserviert. Lediglich am Donnerstag – am „Werdenfelser Abend“ – ging es etwas ruhiger zu. „Es kann halt nicht jeden Tag gesteckt voll sein“, sagt Ruf gelassen.

Sehr gut gefüllt war das Zelt beim Auftritt der Kult-Band „Dreisam“. Die Gäste standen wieder auf den Bierbänken und haben eifrig mitgetanzt und gesungen. Aber auch Musikanten vom Trachten-Nachwuchs wie die Gruppe „Einmalig-Vielseitig" begeisterten die Zelt-Besucher bei den Heimatabenden. „Mich freut es sehr, dass sich der Nachwuchs aus unseren Reihen ins Programm einbringt“, sagt Ruf. „Das ist schon etwas Besonderes.“

Besonders war in diesem Jahr ebenfalls das hohe Aufgebot an Polizisten am Wittelsbacher Park. Aufgrund der Terrorgefahr nach den Anschlägen in München und Ansbach standen mehr Ordnungshüter als gewöhnlich Patrouille. Glücklicherweise hatten die Beamten jedoch relativ wenig zu tun. „Wir ziehen ein rundum positives Fazit“, sagt Pressesprecher Josef Grasegger: „Es gab von unserer Seite nichts zu beanstanden.“ Auf die verstärkte Präsenz der Beamten am Wittelsbacher Platz reagierten die Gäste „sehr gut“.

Ebenfalls keine Klagen gab es in Sachen Jugendschutz. Dies sei auch den verstärkten Kontrollen der Polizei und den Security-Männern zu verdanken, glaubt Rosemarie Adlwärth vom gleichnamigen Gastronomiebetrieb. Zum 13. Mal sorgten sie und ihre Familie für Speis und Trank im Garmischer Bierzelt. Selten habe sie so ein harmonisches Fest erlebt, bekundet die Chefin lachend. „Die Gäste waren alle brav.“

Für die Gastronomen war die Woche ein voller Erfolg. „Die genauen Ausschank-Zahlen erhalten wir in den nächsten Tagen“, sagt Adlwärth. Diese dürften jedoch sehr erfreulich sein. Neben dem beliebten Märzen-Bier war heuer auch die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken – wie Radler oder Hugo ohne Alkohol – recht groß. „Früher hatten wir so was überhaupt nicht im Angebot“, betont die Wirtin. Die Enthaltsamkeit so mancher Bierzelt-Besucher habe der guten Stimmung keinen Abbruch getan, findet sie. Ganz im Gegenteil. „Heuer war die Festwoche besonders schön."

Magdalena Kratzer

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