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Neue Bronzeplatte am Pürschling

Ein Geburtstagsgeschenk für den Kini

Unterammergau - Rechtzeitig zum Geburtstag von König Ludwig II. präsentiert Unterammergau ein Denkmal, das an die Besuche des Regenten erinnert.

Der 25. August ist im Ammertal ein besonderes Datum. Dann feiern die Menschen den Geburtstag des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II.. Dieser hat nicht nur dem Graswangtal und seinem Schloss Linderhof viele Besuche abgestattet, sondern auch dem Pürschling. Eine neue Bronzetafel erinnert daran, wie stolz die Unterammergauer noch immer auf ihren Gast sind. Das kleine Denkmal wurde jetzt – rechtzeitig zum Kini-Geburtstag – aufgestellt. Zu sehen ist es am Beginn des Pürschlingwegs gleich neben der Schleifmühlkapelle. „Schön, dass noch alles geklappt hat“, sagte Bürgermeister Michael Gansler (FDU) bei der Vorstellung. Denn immerhin laufe das Projekt schon seit einem halben Jahr. Ganz maßgeblich daran beteiligt ist Holzbildhauer Georg Messmer. Als er nun das fertige Denkmal für den Märchenkönig sieht, schaut der 83-Jährige lange auf „sein“ Werk. „Es steht da, als ob es schon immer da gewesen wäre.“ Das liegt vielleicht auch daran, dass die einen Meter mal 85 Zentimeter große Bronzeplatte an einem Stein hängt, der über und über mit Moos bewachsen ist. Eine gelungene Auswahl sind sich Gansler und Messmer einig. Dabei befand sich der Zehn-Tonnen-Koloss bis vor kurzem gar nicht an dieser Stelle. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben ihn mit schwerem Gerät an seinen neuen Standort gewuchert. Sozusagen einer der letzten Arbeitsschritte, bis das Ludwig-Denkmal, das einen Wert von rund 10 000 Euro hat, aufgehängt werden konnte. Ganz am Anfang stand die Idee, an das zu erinnern, was sich Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder an dieser Stelle abgespielt hat. Am Fuße des Pürschlings ist König Ludwig II. angekommen und in ein kleines Kutschenwagerl umgestiegen. Dabei haben ihn die Dorfbewohner begrüßt und kleine Geschenke überreicht. Messmer hat all das in seiner Vorlage aus Holz wiedergeben. Wie viele Stunden das Schnitzen gedauert hat, weiß er nicht mehr. Nur, dass ihm die Arbeit, für die er keinen Lohn wollte, große Freude bereitet hat. Ähnlich geht es einem Ehepaar, das oft in Unterammergau ist und Messmer über die Arbeit kennt. „König Ludwig II. symbolisiert für uns die Liebe zur Natur, die Schaffenskraft der Fantasie und die Individualität eines friedliebenden und volksverbundenen bayerischen Monarchen“, heißt es in einem Schreiben der Münchner, die lieber anonym bleiben wollen. Sie haben die Kosten für den Bronzeguss übernommen, der in Berg am Starnberger See stattgefunden hat. Jenem Ort, an den Ludwig II. im Juni 1886 nach seiner Entmündigung gebracht wurde und wo er seinen Tod im See gefunden hat. Aus alten Aufzeichnungen geht hervor, erzählt Gansler, dass der Wittelsbacher für die Zeit damals eigentlich geplant hatte, wieder nach Unterammergau zu kommen. Dass er oft hier war und seinen Aufenthalt in den Brunnenkopfhäusern – diese hatte sein Vater Max II. Josef 1854 als Jagdanwesen bauen lassen – auch zum Arbeiten nutzte, belegen über 30 Briefe.

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