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Riegsees Bürgermeister Rudolf Kühn wartet auf das Eintreffen der Baugenehmigung.

Umbau und Erweiterung sollen heuer erfolgen

Riegseer Rathaus: Gebäude mit vielen Funktionen

Das Riegseer Rathaus wird heuer ein völlig neues Erscheinungsbild erhalten – mit Dorfladen, erweitertem Feuerwehr-Gerätehaus und einer Wohnung.

Riegsee– Ein Um- und Erweiterungsbau soll das Riegseer Rathaus in diesem Jahr grundlegend verändern. Die ehemalige Filiale der VR-Bank im Erdgeschoss wird in einen Dorfladen umgewandelt, das angeschlossene Feuerwehr-Gerätehaus erweitert; im ersten Stock ist eine Wohnung geplant. Im August hatte der Gemeinderat grünes Licht für den Plan des Murnauer Architekten Christoph Hierl gegeben, der seit September zur Genehmigung beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen vorliegt. Nun wartet man in Riegsee auf grünes Licht. „Wann das sein wird, liegt nicht in unserer Hand“, sagt Bürgermeister Rudolf Kühn. Er glaubt indes nicht, dass es dabei Probleme geben wird: „Der positive Vorbescheid der Kreisbehörde liegt uns bereits vor.“

Ursprünglich war nur der Umzug des Kramerladens, der etwa 50 Meter vom Rathaus entfernt in einem Privatgebäude untergebracht ist, vorgesehen gewesen. Nach der Schließung der Bankfiliale boten sich deren Räume für diesen Zweck an. Doch dann stellte sich heraus, dass das Feuerwehr-Gerätehaus in verschiedenen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. „Wir haben uns daraufhin entschlossen, das Gerätehaus auf den neuesten Stand der Vorschriften zu bringen“, sagt der Bürgermeister. So werde es künftig getrennte Umkleiden und Sanitäranlagen für männliche und weibliche Feuerwehrleute geben sowie ein neues Treppenhaus.

Auch die Erweiterung des Gebäudes durch einen Anbau um 42 Quadratmeter in Richtung Norden gehört dazu, wofür ein Grundstück aus Privatbesitz erworben wurde. Die Gesamtkosten für das Projekt schätzt Kühn auf rund 400 000 Euro, wovon etwa 300 000 Euro für die Feuerwehr aufgewendet werden. Hierfür erwartet Kühn einen Zuschuss von etwa 25 000 Euro.

Der Dorfladen werde, so Architekt Hierl, nach seiner Fertigstellung über eine Gesamtfläche von 109 Quadratmetern verfügen; davon sind 28 Quadratmeter Lager. Ein Pavillon aus Holz und Glas ist an der Südwestseite des Gebäudes vorgesehen, einige Stellplätze wird es an der Nord- und Westseite geben. „Wir erwarten in Bälde die Baugenehmigung“, gibt sich Hierl optimistisch. „Inzwischen haben wir die Detailplanung aufgenommen.“ Dafür brauche man einen ganzen Stab von Fachplanern, „die Vorgaben für mich erarbeiten, die in die Werkplanung einfließen“, erklärt er das übliche Vorgehen bei Projekten dieser Art. „Sobald die Genehmigung vom Landratsamt vorliegt, können wir mit der Verwirklichung beginnen.“ Dabei stehe der Dorfladen an erster Stelle. Wenn alles klappt, könnte dieser bis zum Ende des ersten Halbjahres 2018 eröffnen: „Wir hoffen, dass beim Umbau keine größeren Überraschungen auf uns zukommen“, sagt der Planer, der in diesem Zusammenhang an die Strom- und Versorgungsleitungen im Haus erinnert: „Die müssen exakt voneinander getrennt werden, damit korrekt abgerechnet werden kann.“

Eine gute Nachricht für die Riegseer Bankkunden ist der Einbau eines jederzeit zugänglichen Geldautomaten, eines so genannten „Outdoor-Gerätes“. Überdies entsteht im ersten Stock über dem Gerätehaus eine Wohnung mit 70 Quadratmetern in zentraler Lage.

Heino Herpen

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