Klammer Haushalt

Der Name Wintersportwoche existiert nicht mehr

Garmisch-Partenkirchen  - Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen beendet ihre Werbung für Veranstaltungen und spart sich damit 2000 Euro.

Die Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen hat Tradition – eine recht lange sogar. Eröffnet hat sie meist der Bürgermeister bei einem Eishockey-Spiel des SC Riessersee zu Beginn der Weihnachts-Woche. Toni Neidlinger (CSU) und später Thomas Schmid (CSU/CSB) und Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) hielten eine schwungvolle Rede, sprachen über die Wichtigkeit des Sports für Garmisch-Partenkirchen und für die Touristen, die sich während dieser Zeit im Ort aufhalten. Hingewiesen wurde auf Eisstock-Turniere, Rodel-Veranstaltungen, das Neujahrsspringen, die Eiskunstlauf-Gala oder das Hornschlitten-Rennen. Diese Events gibt’s bis auf ein paar Ausnahmen weiter – nur die Wintersportwoche hat dem Namen nach aufgehört zu existieren. Man hat sie still und leise beerdigt. Im Tourismusausschuss. „Wir wollen etwas nicht künstlich weiter benennen“, sagt Wolfgang Bauer, Zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des Gremiums. 2000 Euro pro Jahr hat die Marktgemeinde in Flyer und Plakate investiert. Die spart man sich, weil laut Bauer „der SCR, der City-Biathlon, das Neujahrsspringen oder das Hornschlitten-Rennen ihre Veranstaltung selbst bewerben. Man muss es doch nicht doppelt tun. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.“ Im Tourismusausschuss am 11. Juni war diese Entscheidung einstimmig abgesegnet worden. Doch ist sie längst nicht bei allen Gemeinderäten angekommen. CSB-Vize-Fraktionsvorsitzende Claudia Zolk findet es schade, dass auf den Namen Wintersportwoche in Zukunft verzichtet wird. „Den hätte man touristisch ausschlachten können“, sagt sie. „Dem CSB stößt das sauer auf.“ Zolk vermutet sogar einen „Alleingang“ von Bürgermeisterin Dr. Meierhofer, „weil das nicht im Gemeinderat besprochen wurde“. Meierhofer hat damit aber augenscheinlich nichts zu tun. Allerdings deutet einiges daraufhin, dass man sich die 2000 Euro gespart hat, um den Haushalt weiter zu konsolidieren. Ganz nach dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist.

Rubriklistenbild: © Sehr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kirchenböbl: Ultimatum für Leismüllers
Wallgau gewährt den Gebrüdern Leismüller in puncto Kirchenböbl eine allerletzte Frist. Das hat der Gemeinderat in einer Kampfabstimmung am Donnerstag beschlossen. Binnen …
Kirchenböbl: Ultimatum für Leismüllers
„Bitterer Showdown“ im Skistadion von Garmisch-Partenkirchen
Nicola Förg hat einen neuen Krimi vorgelegt: Er spielt zum Teil in Murnau. Ort des Showdowns sind die Katakomben des Garmisch-Partenkirchner Skistadions.
„Bitterer Showdown“ im Skistadion von Garmisch-Partenkirchen
“Verkehrter Zeitpunkt“: CSU scheitert mit Heilklima-Antrag
Soll Oberammergau versuchen, das Prädikat Heilklimatischer Kurort zu bekommen? Diese Frage wollte die CSU-Fraktion klären. Im Gemeinderat zeigte sich: Die Mehrheit will …
“Verkehrter Zeitpunkt“: CSU scheitert mit Heilklima-Antrag
An der Werdenfels Kaserne: Auto rammt Fußgänger - schwere Verletzungen
Am Samstagmorgen ist auf Höhe der Werdenfels Kaserne ein schwerer Unfall passiert. Ein Fußgänger wurde beim Überqueren der Fahrbahn erfasst und schwer verletzt.
An der Werdenfels Kaserne: Auto rammt Fußgänger - schwere Verletzungen

Kommentare