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Freie Fahrt auf dem Kranzberg. 

Spaß auf einer Länge von 1700 Metern

Gemeinde macht Weg frei für Mountaincarts am Kranzberg

Einstimmig fiel die Entscheidung aus: Der Bauausschuss der Marktgemeinde Mittenwald steht hinter dem Mountaincart-Projekt. Somit gibt es eine neue Attraktion am Kranzberg.

Mittenwald – Gaudi-Süchtige aufgepasst: Es gibt gute Neuigkeiten. Die Mountaincarts am Kranzberg sind einstimmig vom Bau- und Umweltausschuss des Mittenwalder Gemeinderates abgesegnet worden. Um Gas geben zu dürfen, sind nicht mal große bauliche Veränderungen notwendig. „Die Carts werden auf der bereits bestehenden Rodelbahn verwendet.“ Deshalb sind nur mehr „geringfügige Absicherungs- und Befestigungsarbeiten“ geplant, wie Marktbaumeister Ralf Bues erklärt.

Er lobt das Mountaincart-Projekt der Karwendel, Energie & Wasser GmbH (KEW) in höchsten Tönen: „Es handelt sich um eine bei den Fahrgästen sehr geschätzte Attraktion, bei geringstmöglichem Eingriff in das Landschaftsbild.“ So hat auch die Untere Naturschutzbehörde (Landratsamt) nach einer Ortsbegehung grünes Licht gegeben. „Lediglich für die beanspruchten Abschnitte der Rodelbahn, die eine geschlossene Begrünung aufweisen, sind entsprechende Ausgleichsflächen nachzuweisen“, ergänzt Bues.

Bei besagten Absicherungen handelt es sich um „maximal 40 Zentimeter hohe hölzerne Bordwände“, damit die Carts nicht von der regulären Strecke abkommen. Zudem wird kurz vor der Querung der nicht öffentlichen Fahrstraße im unteren Drittel der Strecke eine Schikane errichtet. Diese besteht aus gepolsterten Hindernissen, um die Gefährte beim Queren der Straße auf Schritttempo zu zwingen. Um einen reibungslosen Ablauf zwischen den Carts und dem landwirtschaftlichem Verkehr zu ermöglichen, wird die Fahrbahn an jener Stelle um 1,5 Meter verbreitert.

Eigentümer und Rechte-Inhaber stimmen zu

An sämtlichen Querungen der ausgewiesenen Fußwege, Straßen und besonderen Hindernissen werden Hinweisschilder angebracht. Mit den betroffenen Eigentümern und Rechte-Inhabern wurde gesprochen, und „alle haben dem Vorhaben zugestimmt“.

Auch die Staatsforsten sowie die Weidegenossenschaft haben nichts dagegen. Nur für den Weidebetrieb betroffener Flächen muss eine „gemeinsame Regelung in Form einer schriftlichen Vereinbarung“ gefunden werden.

Los geht‘s frühestens im Spätherbst 2017, eher aber im Frühjahr 2018. Geöffnet haben wird die Strecke dann ganzjährig von 9 Uhr bis 17 Uhr. „Auch in den Wintermonaten, wenn es wenig Schnee hat, können die Carts fahren“, erläutert Bues. Ein Nachtbetrieb ist nicht vorgesehen. Die Genehmigung für den als „positiv“ bewerteten Transport der Carts über den Kranzberg-Sessellift beschäftigt bereits die Seilbahnaufsicht der Regierung von Oberbayern. „Auch ein TÜV-Gutachten liegt dem Antrag bei.“

Die Rodel- beziehungsweise Cart-Bahn hat eine Gesamtlänge von 1700 Meter und überwindet eine Höhe von 225 Metern. Das durchschnittliche Gefälle liegt bei 14 Prozent. „Die Breite der Rodelbahntrasse wurde auf ungefähr 2,5 Meter festgelegt“, teilt der Marktbaumeister ferner mit. Start ist nach wie vor unterhalb der Bergstation und endet am oberen Parkplatz der Talstation.

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