Viel Geld zur Modernisierung und Sanierung hat die Gemeinde Oberammergau in den vergangenen Jahren in die Grund- und Mittelschule gesteckt.

Gemeinde investiert 150 000 Euro

Schönheitskur für vier Klassenzimmer

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Oberammergau - Beste Lernbedingungen will die Gemeinde Oberammergau ihren Schülern der Grund- und Mittelschule bieten - und investiert dafür kräftig.

Bestens aufgestellt ist die Gemeinde Oberammergau in Schul-, Kindergarten- und Kinderhort-Angelegenheiten – sowohl räumlich als auch von der Ausstattung her. Das liegt auch daran, dass anstehende Vorhaben schnell angepackt und umgesetzt werden. Diesen Kurs behalten die Kommunalpolitiker weiter bei: In der Bauausschusssitzung am Montag wurden jetzt für die Sanierung beziehungsweise Renovierung verschiedener Bereiche der Grund- und Mittelschule Mittel von 150 000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt.

Wie vergangenes Jahr in der Mittelschule werden 2016 auch in der Grundschule vier Klassenzimmer im Erdgeschoss neu gestaltet, zum Teil auch mit neuen Möbeln. Hierfür sind Gesamtkosten von 80 000 Euro veranschlagt. Weitere vier Zimmer sollen nächstes Jahr in Angriff genommen werden. Dafür gaben die Volksvertreter ein einstimmiges Votum ab. Ebenso wie für die Renovierung des Flurs in der Grundschule im Erdgeschoss des Nordflügels, wofür 5000 Euro veranschlagt sind.

Weitere Punkte segneten die Mitglieder des Bauausschusses mit Stimmenmehrheit ab. Dazu zählt der Einbau von Akustikdeckenfeldern sowie – wenn notwendig – Akustikplatten an den Wänden der Turnhalle für 20 000 Euro. Damit soll nach Aussage von Bürgermeister Arno Nunn die Lärmbelastung beim Hallenbetrieb erheblich eingedämmt werden. Mit 6:3-Stimmen ging das Vorhaben durch, dagegen stimmte u.a. Michael Fux (Freie Wähler): „Aufgrund der Haushaltslage können wir heuer nicht alles umsetzen. Das muss auch 2017 reichen.“

Noch knapper (5:4) fiel die Entscheidung zur Medienausstattung (Beamer, Visualizer) für Fachräume. Dafür macht die Gemeinde 10 000 Euro locker. Als einzige Maßnahme des Sanierungspakets fand der Einbau einer neuen Telefonanlage für die Grund- und Mittelschule keine Zustimmung, der Punkt wurde zurückgestellt. Dazu führte Bürgermeister Nunn aus, dass man nur mehr schwer Ersatzteile bekomme und sie teilweise auch ausfallen würde. Auch sei die Schließanlage für die Haupteingangstüre der Schule nicht an die Telefonanlage gekoppelt und könne nur über das Sekretariat betätigt werden. Insofern sei eine Erneuerung (Kostenpunkt 10 000 Euro) schon notwendig. Dennoch stimmte eine knappe Ausschussmehrheit für eine Zurückstellung, um noch Details zu klären.

Im Zuge der Diskussion hatte Florian Schwarzfischer (BIO) angeregt, rechtzeitig und im Vorfeld die Nachbargemeinden Unterammergau und Ettal, die bei der Schulumlage die Investitionen mitfinanzieren, von solchen Schulvorhaben zu informieren. „Das ist auch geschehen“, entgegnete Arno Nunn: „Wenn hier Bedenken laut werden, landet die Sache wieder bei uns im Gemeinderat.“

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