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Noch zahlreiche Plätze frei: Rund 100 Besucher verfolgen die Ausführungen von Bürgermeister Rupert Wintermeier im Uffinger Postsaal.

Haushalt: Rekordeinnahme durch Einkommensteuer

Uffing investiert kräftig

Uffing - Es gibt viel zu tun, das wurde bei der Bürgerversammlung deutlich: Uffings Rathauschef Rupert Wintermeier stellte einige  Projekte vor. Vor allem das Gemeindebad und Straßen müssen saniert werden.

Die größten finanziellen Brocken sind aus dem Weg geräumt. Doch es gibt immer noch eine Menge zu tun. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Uffing für die energetische Sanierung der Grundschule 279 800 Euro und für die Überholung des Gemeindebades 216 000 Euro aufgewendet – und überdies Grundstücke für knapp 2,1 Millionen Euro erworben. Auch die Wasserversorgung schlug mit 228 000 Euro und der Straßenbau mit 230 800 Euro zu Buche.

Bei der Bürgerversammlung legte Rathauschef Rupert Wintermeier bei seinem Rechenschaftsbericht die bereits bewältigten sowie die laufenden Projekte der Gemeinde offen. „Ich glaube, wir haben ordentlich und sorgfältig gewirtschaftet“, erklärte er den 100 Zuhörern im Postsaal. „Die notwendigen Investitionen konnten getätigt werden.“ Allerdings musste die Kommune wegen der zahlreichen Ausgaben 1,1 Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen und zudem einen Kredit von 550 000 Euro aufnehmen. Die Rücklagen bezifferte Wintermeier auf rund 980 000 Euro, den Schuldenstand auf fast zwei Millionen Euro. Folglich ergibt sich bei 2979 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung von 666 Euro.

Als erfreulich wertete Wintermeier, dass wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt eine Rekordeinnahme von 1,7 Millionen Euro bei der Einkommensteuer erzielt werden konnte. So konnten dem Vermögensetat nicht wie geplant 490 000 Euro, sondern 1,5 Millionen Euro zugeführt werden können.

Der Haushalt 2016, so der Rathauschef, sei inzwischen auch von der Aufsichtsbehörde genehmigt worden. Größere Investitionen stehen nach seinen Worten nach wie vor im Gemeindebad an. Nachdem die undichten Flachdächer zu Satteldächern mit geringer Neigung umgestaltet worden sind, der Biergarten umgebaut und eine neue Beleuchtungsanlage installiert wurde, steht nun die Sanierung des Sanitärbereichs an.

„Um die Meinung der Besucher zu erfahren, haben wir Fragebögen ausgelegt“, sagte der Bürgermeister. „Der sehr hohe Rücklauf ergab, dass dort große Defizite gesehen werden. So werden jetzt vor dem Beginn der Badesaison neue Sanitäranlagen mit größeren Herren- und Damentoiletten, ein Behinderten-WC, Duschen und ein Wickelraum erstellt.“ Auch der Umkleidebereich soll umgestaltet und die alten Wechselkabinen ersetzt werden. Im Herbst nimmt man sich noch den Kiosk und der Küche vor.

Auch die Sanierung einiger Straßen steht 2016 an. So muss an der St. Anna-Straße in Schöffau einiges gemacht werden, die Verbindung von Saliter bis Kalkofen und weiter zum Feuerwehrhaus sei ebenso verbesserungsbedürftig. In Uffing steht der Ausbau der oberen Enzianstraße und der Mühlwörthstraße an. 2017 kommt die Sonnensteinstraße an die Reihe.

Ein besonderes Anliegen ist Wintermeier die Sauberkeit im Ort. So würden Abfälle aller Art in die Grünflächen geworfen, Hundekotbeutel am Wegrand abgestellt, Pflanzenschnitt bleibe einfach auf dem Gehweg liegen. „Schöffau ist uns da weit voraus, dort ist die Hilfsbereitschaft da“, hielt er den Uffingern vor. „Ich finde es beschämend, dass dies in Uffing nicht möglich ist. Dieses Jahr steht unter dem Motto ‚Sauberkeit im Ort’.“

Auf die Frage eines Bürgers, welche Grundstücke erworben worden seien, entgegnete Wintermeier, dass dies Flächen im Bereich des Wasserschutzgebietes sind sowie ein Areal, das sich an die Kläranlage anschließt: „Nun steht es für die Verwertung der Gemeinde zur Verfügung, etwa für eine Erweiterung der Kläranlage.“

Heino Herpen

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